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Meine liebsten YouTube-Kanäle

Meine liebsten YouTube-Kanäle

In diesem Artikel möchte ich Dir meine zehn Lieblings-Kanäle auf YouTube empfehlen. Da ich das Programm im klassischen Fernsehen meist primitiv und langweilig finde, schaue ich fast nur noch YouTube. Ich habe daher auch recht viele Kanäle abonniert. Allerdings ist mir die Auswahl meiner Lieblings-Kanäle nicht leichtgefallen. Ich habe daher eine Nutzwertanalyse gemacht und dazu das Excel-Tool benutzt, dass ich in diesem Artikel vorgestellt habe. Ich habe alle von mir abonnierten Kanäle anhand der Gesamtzahl der Abonnenten, der Zahl der Videos sowie den Aufrufen des beliebtesten Videos bewertet. Zusätzlich habe ich auf einer Skala von eins bis zehn den Mehrwert der Videos sowie den Einfluss der Kanäle auf mich bewertet. Da es sich in diesem Artikel um meine persönlichen Favoriten gehen soll, werde ich die letzten beiden Kriterien stärker gewichten als die harten Fakten der Kanäle.

Hier kommt meine TOP 10 der YouTube-Kanäle

Hier nun also meine persönliche Hitparade. Ich werde nicht weiter auf die Ermittlung der Ergebnisse eingehen, sondern lieber die Kanäle kurz vorstellen. Ich werde allerdings für jeden Kanal den von mir berechneten Nutzwert angeben, sodass Ihr einschätzen könnt, wie nahe der Kanal für mich an ein theoretisches Ideal herankommt. Übrigens habe ich mich selbst darüber erschrocken, dass so viele Finanz- und Wirtschaftskanäle, aber keine Technikkanäle in der TOP 10 gelandet sind 😊

Platz 10: Talerbox Invest Smart (Nutzwert: 40,0 %)

Auf dem Talerbox-Kanal dreht sich alles um das Thema Geldanlage. Der Autor Bastian Glasser vermittelt in einer angenehmen und leicht verständlichen Art Wissen zum Thema Wirtschaft und Investment. Vor allem für Investment-Einsteiger dürfte dieser Kanal sehr aufschlussreich sein, da Bastian Glasser es schafft, komplizierte Sachverhalte an Beispielen zu veranschaulichen. Dazu verzichtet er auf die Einblendung seines eigenen Bildes und setzt stattdessen auf hochwertig gestaltete Infografiken. Diese geben den Beiträgen auch immer einen gewissen Unterhaltungswert. Am besten gefällt mir sein Video der „5 Finanzfehler der Mittelschicht, mit denen man sich die Zukunft verbaut“. In meinem Ranking hat sich dieser Kanal für den zehnten Platz qualifiziert, da er mich vor allem bei den ersten Schritten meiner Geldanlage unterstützt und positiv beeinflusst hat. Entsprechend habe ich den Kanal bewertet.

Platz 9: Markus Elsässer (Nutzwert: 42,6 %)

Ein weiterer Investment-Kanal (es kommen auch noch ein paar weitere). Herrn Elsässer bewundere ich vor allem für seine sympathische und bodenständige Art. Dieser Mann hat nicht nur ein unglaublich umfangreiches Wissen, sondern hat in seinem Leben bestimmt so manches Pferd kotzen sehen und die entsprechenden Erfahrungen gemacht, die er mit seinen Zuschauern teilt. Herr Elsässer vertritt eher konservative Investment-Strategien. Er gibt viele Beispiele und Erfahrungen aus seinem Leben preis. Allerdings benötigen die Zuschauer des Kanals ein gewisses Grundverständnis über wirtschaftliche Prozesse und den Aktienhandel. Mein Lieblingsvideo auf seinem Kanal ist „Erfolg – Experte werden“, in dem er uns erklärt, wie wichtig es für die Karriere ist, Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln. In meiner Nutzwertanalyse hat sich Herr Elsässer den neunten Platz gesichert, weil er mit seinem Kanal einen besonders großen Mehrwert bietet.

Platz 8: Bodo Schäfer (Nutzwert: 44,5 %)

Bodo Schäfer ist sicherlich einer der bekanntesten Coaches und Persönlichkeitsentwickler Deutschlands. Zugegeben: bis vor einigen Jahren habe ich das Thema der Persönlichkeitsentwicklung als „Psychologie-bla-bla“ abgestempelt. Leider habe ich erst vor wenigen Jahren umgedacht und erkannt, wie wichtig es ist, sich eigene Ziele zu setzen, um im Leben voran zu kommen. Bodo Schäfer hat dafür einige extrem motivierende Videos produziert, die mir helfen mich aufzuraffen, wenn ich mich mies fühle. Außerdem gibt er interessante Tipps zum Vermögensaufbau. Mein Lieblingsvideo „Millionen oder Kaffee“ zeigt sehr anschaulich, wie Ihr leicht große Summen sparen könnt, wenn Ihr Eure regelmäßigen Ausgaben hinterfragt. Dies geht am besten mit einem Haushaltsbuch, wie ich es mal in diesem Artikel beschrieben habe. Mit derzeit 1,7 Mio. Abonennten ist der Kanal von Bodo Schäfer einer der größeren in meiner Wertung. Allerdings habe ich ihm auch überdurchschnittliche Bewertungen bezgl. des Mehrwertes sowie den Einfluss auf meine Persönlichkeit gegeben.

Platz 7: Finanzfluss (Nutzwert: 46,0 %)

Dieser Kanal hat starke Ähnlichkeiten mit dem Talerbox-Kanal, es ist also ein weiterer Investment-Kanal. Allerdings ist dieser besonders hochwertig gestaltet, da der Autor Thomas Kehl nicht nur auf wertvolle Infografiken setzt, sondern auch selbst in den Videos zu sehen ist. Ich finde, dass die Videos dadurch angenehmer zu schauen sind. Inhaltlich geht es vor allem um grundlegendes Finanzwissen. Allerdings gibt es seit einiger Zeit auch interessante Videos mit hochkarätigen Persönlichkeiten wie Gerd Kommer und Christian Rieck. Der Kanal entwickelt sich also weiter uns spricht nun auch zunehmend erfahrene Geldanleger an. Mein liebstes Video ist aber „Wie sollte man 1.000€ investieren?“, in dem vielfältige Möglichkeiten zur Geldanlage vorgestellt werden. Mit derzeit rund 388.000 Abonnenten gehört Finanzfluss auf jeden Fall zu den größeren Kanälen in meinem Ranking.

Platz 6: Homo Oeconomicus (Nutzwert: 46,5 %)

In den ersten Videos dieses Kanals ging es zwar ebenfalls um Geldanlage, mittlerweile ist der Kanal jedoch viel breiter aufgestellt. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass sich das Leben des Autors Aaron (ich kenne leider seinen Nachnamen nicht) in den letzten Jahren massiv verändert hat. Er hat sich selbstständig gemacht und ist nach Georgien ausgewandert. Nun berichtet er in einer sehr sympathischen und authentischen Weise von seinen Erfahrungen. Hier geht es also um Finanz- und Wirtschaftsthemen, aber auch Politik spielt gelegentlich eine Rolle. Auch die Themen Zielsetzung und Persönlichkeitsentwicklung werden behandelt. Interessante Mischung auf jeden Fall. Ehrlich gesagt wünschte ich mir, dass ich in dem Alter von Aaron bereits so reif und erfahren gewesen wäre. Aus meiner Sicht ist das gelungenste Video „3 Gründe warum junge Leute nicht vorankommen!“, in dem er jungen Menschen mangelnden Geschäftssinn vorwirft und zeigt, wie es besser gehen könnte. Die vermittelten Gedanken zum Thema Unternehmertum haben mich massiv positiv beeinflusst, was letztlich auch den Kanal auf den sechsten Platz katapultiert hat.

Platz 5: Mission Money (Nutzwert: 48,8 %)

Der Kanal von Mario Lochner bietet vor allem interessante Interviews mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus dem Wirtschafts- und Börsenleben. Die Redaktion hängt am Focus Money und bietet auch immer wieder interessante Statistiken. Vor allem das sympathische Auftreten von Mario Lochner und die exzellent vorbereiteten Streitgespräche machen diesen Kanal besonders sehenswert. Bis vor einiger Zeit wurde der Kanal zusätzlich von Timo Baudzus moderiert. Da gab es auch noch das „Börsianische Quartett“, dessen zweite Folge mir besonders gut gefallen hat. Selten habe ich so viele intelligente Menschen in einer gemeinsamen Diskussionsrunde erlebt. Im TV bekommt man sowas jedenfalls nicht…

Platz 4: Lukas Hopetzki (Nutzwert: 50,6 %)

In diesem Video geht es um Motivation, Disziplin, Zielsetzung und Persönlichkeitsentwicklung. Die Reden verschiedener Speaker, Coaches und Ratgeber werden zu sehr bewegenden Videos geschnitten. So manches mal haben mir diese Videos die Kraft gegeben, meinen Hintern zu bewegen, um an meinen Zielen zu arbeiten. Mittlerweile höre ich die Audiotracks der Videos gerne auf dem Weg zur Arbeit. Bei diesem Kanal fällt es mir besonders schwer ein Lieblingsvideo zu benennen. Je nach Gemütslage können unterschiedliche Videos hilfreich sein. Am meisten geholfen hat mir aber das Video „Leben“, das uns auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben hinweist. Die Tatsache, dass die Beiträge dieses Kanals wirklich in vielen Lebenslagen hilfreich sind, haben zu einer guten Platzierung in meiner Nutzwertanalyse geführt. Trotzdem hat es nur für den undankbaren vierten Platz gereicht. Kommen wir daher nun zur TOP 3.

Platz 3: Aktien mit Kopf (Nutzwert: 52,4 %)

Auf diesem Kanal geht es um viel mehr als der Titel vermuten lässt. Eigentlich ist es schon fast ein Philosophie-Kanal, in dem der Autor Kolja Barghoorn seine Sicht auf Wirtschaftssysteme und Politik erläutert und uns dazu einen vernünftigen Umgang mit Geld beibringt. Nebenbei geht es auch um Börse und Aktien 😊 Es werden aber auch andere Assetklassen wie P2P-Kredite, Edelmetalle, Immobilien und vieles mehr besprochen. Kolja ist mittlerweile nach Mallorca ausgewandert und hat sich dort selbstständig gemacht hat. Der Kanal zeichnet sich durch eine sehr humoristische Art aus, sodass ich mich auch immer bestens unterhalten fühle. Hier möchte ich Euch das Video „Die 80-jährige Aktienmillionärin Beate Sander im Interview!“ empfehlen. Da Aktien mit Kopf auf jeden Fall zu den größeren YouTube-Kanälen in meinem Ranking gehört und mir die Inhalte enorm geholfen haben, geht die Bronzemedaille ganz zu Recht an diesen Kanal.

Platz 2: Jared Halley (Nutzwert: 66,3 %)

Hier kommt zur Abwechslung mal ein künstlerischer YouTube-Kanal. Jared Halley singt weitestgehend a cappella und interpretiert damit bekannte Musikstücke völlig neu. Grundsätzlich gefallen mir Umsetzungen moderner Songs mit klassischen Instrumenten bzw. a cappella sehr. Häufig werden verschiedene Songs der gleichen Band in einem Video zu einer interessanten Mischung kombiniert. Besonders unterhaltsam ist auch, dass das Videobild in mehrere (meistens 20) Einzelbilder geteilt ist, in denen wir den Sänger bei der Aufnahme der einzelnen Tonspuren beobachten können. Daraus lässt sich auch ableiten, welch enormer Aufwand hinter den einzelnen Videos steckt. Besonders gefallen hat mir die Umsetzung verschiedener Songs von Linkin Park, da ich es nicht für möglich gehalten hätte, dass das so gut ohne Instrumente möglich ist. Der Kanal von Jared Halley hat nicht nur die meisten Abonnenten in meinem Ranking, sondern beinhaltet auch das am häufigsten aufgerufene Video. Damit landet dieser völlig zu Recht auf dem zweiten Platz.

Es gibt allerdings einen Youtuber, der alles bis hierhin Besprochene in den Schatten stellt. Sein Name lautet…

Platz 1: Horst Lüning (Nutzwert: 72,6 %)

Dieser Kerl ist der Hammer! Das Allgemein- und Fachwissens dieses YouTubers scheint kaum eine Grenze zu kennen. Sein Schwerpunkt liegt auf technischen und finanzwirtschaftlichen Themen. Da er Tesla-Fahrer ist, dreht er auch gerne Videos über die Elektromobilität. Interessant ist, dass er bei seiner Argumentation häufig auf Naturgesetze zurückgreift, um uns zu zeigen, wie diese unseren Alltag bestimmen. Eigentlich ist es gar nicht möglich ein einzelnes Video aus diesem Kanal als das Beste zu benennen. Vielmehr möchte ich an dieser Stelle das Gesamtwerk von Horst Lüning würdigen. In knapp 1.800 Videos hat er seine persönliche Sicht auf die Welt erklärt und damit ein umfassendes in sich plausibles Weltbild kreiert. Regelmäßig arbeitet er die Vorzüge der freien Marktwirtschaft heraus und gibt uns zudem Einblicke in seine Vorstellungen von der Zukunft. In diesem Zusammenhang ist das Video „Die großen Trends der nächsten 100 Jahre“ besonders sehenswert. Da mich dieser Kanal so stark geprägt hat wie kein anderer, bekommt er sowohl für den Mehrwert als auch für den Einfluss auf meine Persönlichkeit die maximale Bewertung.

Nutzwertanalyse

Bessere Entscheidungen treffen mit der Nutzwertanalyse

Stehst Du vor einer (folgen-)schweren Entscheidung? Du weißt nicht was Du tun sollst? Es gibt zu viele Möglichkeiten und zu viele Bedingungen zu berücksichtigen? Dann ist die Nutzwertanalyse (NWA) genau das richtige für Dich! In diesem Artikel erfährst Du, wie sie funktioniert und Du bekommst am Ende des Artikels ein kostenloses Excel-Tool zum Download angeboten.

Worum geht es bei der NWA?

Die Methode, die ich Dir vorstellen möchte eignet sich vor allem für folgenschwere Entscheidungen bei denen Du viele Handlungsalternativen und / oder viele Aspekte berücksichtigen musst. Da die Durchführung mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, solltest Du sie daher nicht für einfache Entscheidungen mit geringer Tragweite einsetzen. Bei solchen Problemen kann ggf. eine einfache Pro-Contra-Liste hilfreich sein.

Die NWA dagegen ist ein Vorgehen, bei dem die möglichen Optionen anhand definierter Kriterien bewertet werden. Die einzelnen Kriterien können auch unterschiedlich stark gewichtet werden, wenn sie eine unterschiedlich starke Bedeutung für den Anwender der NWA haben. Für jede Handlungsalternative ergibt sich so eine Gesamtwertung, die ich im Folgenden „Nutzwert“ nennen werde. Je höher der Nutzwert, desto besser die Lösung. Die Höhe des Nutzwertes sagt etwas darüber aus, wie gut die Alternativen einer optimalen Lösung entsprechen. Ein Nutzwert von 100 % bedeutet, dass dies die beste Entscheidung hinsichtlich aller Kriterien ist (es gibt also kein Kriterium, bei dem eine andere Alternative besser abschneidet). Ein Nutzwert von 0 % dagegen würde auf die größtmöglichen Nachteile hinweisen.

Praxisbeispiel: die Wahl eines Ausbildungsberufs

Ich möchte das detaillierte Verfahren nun anhand eines Beispiels erklären. Betrachten wir dazu Mario, der sich gegen Ende seiner Schulzeit fragt, welchen Ausbildungsberuf er wählen soll. Er hat bereits eine Vorauswahl getroffen und schwankt nun zwischen den Berufen Maurer, Klempner, Industrieelektriker, Dachdecker und Maler. Als Kriterien für seine Entscheidung will er das Gehalt im ersten Lehrjahr, das Gehalt als Geselle, die Ausbildungsdauer, die ungefähre Anzahl freier Stellen, sein persönliches Interesse sowie seine Begabung für den Beruf berücksichtigen. Die letzten beiden Kriterien bewertet er mit ein bis fünf Punkten, für alle weiteren Kriterien hat er Zahlen im Internet recherchiert. Diese sind in Tabelle 1 dargestellt. Beachte, dass die Zahl der Ausbildungsjahre als negative Zahlen dargestellt sind, weil hier die Bewertung umgekehrt ist (je mehr Jahre, desto schlechter).

Außerdem muss sich Mario überlegen, wie er die Kriterien gewichten will. Um die Entscheidung möglichst objektiv zu gestalten, kann er jede Kombination aus zwei der sechs Kriterien betrachten und entscheiden, was ihm wichtiger ist. Die meisten Kriterien sind Mario gleich wichtig, aber er legt besonderen Wert darauf, dass es viele freie Stellen gibt und dass sein zukünftiger Beruf seinen persönlichen Interessen entspricht. In Tabelle 2 sind die einzelnen Vergleiche zwischen den Kriterien dargestellt. Daraus ergibt sich die Gewichtung der Kriterien aus Abbildung 1.

Tabelle 1: Fiktive Bewertungen der Ausbildungsberufe.
Tabelle 2: Vergelich der Kriterien zur Gewichtung.

Abbildung 1: Gewichtung der Bewertungskriterien als Ergebnis aus Tabelle 2.

Nun stellt sich die spannende Frage, welcher Ausbildungsberuf für Mario am besten geeignet ist. Dazu wird in meinem Excel-Tool der Nutzwert berechnet. Je höher dieser ist, desto besser ist die entsprechende Handlungsalternative. Zur schnelleren Erkennbarkeit gibt das Tool auch die Rangfolge der Alternativen an. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt. Hier können wir erkennen, dass Mario – wie sollte es anders sein – Klempner werden sollte.

Tabelle 3: Nutzwert und Rang der bewerteten Ausbildungsberufe.

Damit sich Mario noch einmal die Folgen seiner Entscheidung bewusst machen kann, erstellt das Excel-Tool ihm ein Netzdiagramm, dass ich in Abbildung 2 dargestellt habe. Jede farbige Linie steht für eine Handlungsalternative. Jede Ecke des Netzes steht für ein Bewertungskriterium. Betrachten wir mal die orangene Linie, die für den Ausbildungsberuf des Klempners steht etwas genauer. In den Kategorien Talent und Interesse steht diese Linie bei 1. Das bedeutet, dass der Beruf des Klempners für diese Kategorien die beste Handlungsalternative darstellt. Leider können wir auch erkennen, dass die orangene Kurve bei den Kriterien der freien Stellen, der Ausbildungsdauer sowie dem Gehalt nach der Ausbildung sehr weit im inneren Bereich des Diagramms läuft. Für diese Kriterien ist der Klempnerjob eine schlechte Option. Beim Ausbildungsgehalt zeigt die orangene Linie einen Wert von 0,94. Dieses Gehalt entspricht also 94 % vom höchsten Ausbildungsgehalt aller betrachteten Berufe.

Abbildung 2: Netzdiagramm der Handlungsoptionen.

Ich hoffe, dass ich an diesem Beispiel das Konzept der NWA sowie die Funktionsweise meines Excel-Tools verdeutlichen konnte. Meiner Meinung nah liegt der größte Vorteil darin, Entscheidungen von hoher Komplexität zu vereinfachen und objektiver zu Gestalten. Allerdings gehen die persönlichen Vorlieben und Präferenzen nicht verloren, da eine unterschiedlich starke Gewichtung der Bewertungskriterien möglich ist. Ich werde demnächst mal eine etwas umfangreichere Nutzwertanalyse durchführen, um verschiedene PKW-Antriebskonzepte zu vergleichen.

Staatsfunk-Index

Der Staatsfunk-Index

Als freiheitsliebender Mensch passt es mir natürlich überhaupt nicht in den Kram, dass wir gesetzlich zu Abgaben für den sogenannten öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖR) gezwungen werden. In diesem Artikel möchte ich zeigen, wie uns die Kosten für die Staatsmedien aus dem Ruder laufen. Allerdings werde ich nicht für eine generelle Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Sender plädieren, sondern möchte ein alternatives Bezahlsystem vorschlagen.

Die Kernaufgabe öffentlich-rechtlicher Medien

Schauen wir uns zunächst einmal an wie die ÖR entstanden ist. 1950 wurde die ARD mit den zugehörigen Landesanstalten gegründet, sodass die deutsche Bevölkerung Zugang zu Informationen über Radio und Fernsehen erhielt. Da der private Rundfunk erst ab 1981 erlaubt wurde, kamen private Fernsehsender erst ab 1984 hinzu. Seitdem entwickelte sich unsere Medienlandschaft zu dem, was wir heute kennen. Da in den 50er Jahren die Fernsehtechnik sehr teuer war, ist es durchaus nachvollziehbar, dass der Staat eine Rundfunkanstalt unterhält, um alle Bürger mit Informationen zu versorgen. Heute ist die Situation aber eine andere, denn die Privatsender wachsen wie Pilze aus dem Boden.

Was kostet uns der ÖR? Für diese Frage habe ich mir eine Kennzahl überlegt, die ich den Staatsfunk-Index nenne. Dazu betrachte ich die Einschaltquoten der beiden großen Nachrichtensendungen „Tagesschau“ (die 20 Uhr-Ausgabe) sowie „ZDF heute“ (die 19 Uhr-Ausgabe). Weitere Sendungen wie Tatort, Traumschiff oder Florian Silbereisen lasse ich außer Acht, da sie nichts mit einer Informationsversorgung der Bevölkerung zu tun haben und daher nicht die Aufgabe der ÖR sind. Die Summe aus Tagesschau- und heute-Zuschauern setze ich ins Verhältnis zu den jährlich erhobenen GEZ-Gebühren. Damit der so berechnete Wert etwas anschaulicher wird, teile ich diesen Wert noch durch die Anzahl der Tage des Jahres. Mein Staatsfunk-Index entspricht also der täglichen Kosten pro Zuschauer der beiden großen Nachrichtensendungen. Die genauen Werte sind in Abbildung 1 dargestellt. Zum Nachrechnen gibt es am Ende des Artikels auch wieder eine Excel-Tabelle zum kostenlosen Download an.

Abbildung 1: Der Staatsfunk-Index als Kosten pro großer Nachrichtensendung und Zuschauer (blau) sowie die Inflationsrate seit 2002 zum Vergleich (organge). (Quelle Tagesschau, Quelle ZDF heute, Quelle GEZ-Erhebungen, Quelle Inflation, alle Stand 10.05.2020)

Die blaue Kurve stellt den zeitlichen Verlauf des Index dar. Zum Vergleich habe ich mit der orangenen Linie die Entwicklung der Inflation seit 2002 dargestellt. Wir erkennen, dass der Index stärker ansteigt als die Inflationsrate. Das bedeutet, dass der ÖR immer mehr Geld für Dinge auszugeben scheint, die überhaupt nicht seine Aufgabe sind. Klar, der Bürger kann sich ja nicht wehren.

Alternative Möglichkeiten für den ÖR

Prinzipiell wären mir die Kosten für einen ÖR egal. Schlimm ist jedoch, dass die Menschen gezwungen werden, die Kosten zu tragen, obwohl sie gar keine öffentlich-rechtlichen Medien schauen bzw. anhören. Viele Bürger fordern daher eine Vollständige Abschaffung der ÖR mit dem Argument, dass Privatsender die entstehende Marktlücke schließen würden. Das ist sicherlich richtig, aber dennoch möchte ich an dieser Stelle einen anderen Vorschlag unterbreiten. Wie wäre es mit einem Pay-TV Modell? So wären die Sender des ÖR in bekannter Forme weiterhin verfügbar und die Kosten würden nur von denjenigen getragen werden, die das Angebot tatsächlich nutzen möchten. Durch den technischen Fortschritt ist so ein Modell problemlos umzusetzen, eine pauschale Abgabe, die in meinen Augen eine Steuer ist, wäre nicht mehr erforderlich. Allerdings würde sich wahrscheinlich ein weiteres Mal herausstellen, dass der Staat der schlechtere Unternehmer ist und sich mit seinen Angeboten im freien Wettbewerb nicht durchsetzen kann.

Voraussichtlich im Juli wird der GEZ-Geschäftsbericht für das Kalenderjahr 2019 erscheinen. Dann wissen wir die genauen Beitragserhebungen aus dem vergangenen Jahr. Wenn es soweit ist, werde ich den entsprechenden Indexwert berechnen und ein kleines Update zu diesem Artikel verfassen.

Bundestagswahlen

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre…

In diesem Artikel möchte ich die aktuellen Umfrageergebnisse zur sogenannten Sonntagsfrage untersuchen und ein entsprechendes Excel-Tool zur Verfügung stellen, welches Ihr Euch wie immer am Ende dieses Artikels kostenfrei herunterladen könnt. Bei der Sonntagsfrage werden Personen gefragt, welche Partei sie mit der Zweitstimme wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären. Die Umfrageergebnisse aller großen Umfrageinstitute werden regelmäßig auf https://www.wahlrecht.de/umfragen/ veröffentlicht.

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen

Bevor wir in die weitere Analyse einsteigen, werfen wir einen Blick auf die aktuellen Umfragewerte, die ich in Tabelle 1 dargestellte habe. Als kleiner Disclaimer sei gesagt, dass ich weder Mitglied noch Sympathisant einer der im Bundestag vertretenen Parteien bin. Dennoch beteilige ich mich an den Wahlen, um für das geringste Übel zu stimmen. Ginge es nach mir würden wir unser Parlament erst einmal auf 200 Mandate verschlanken und eine maximale Mandatsdauer von zwei Legislaturperioden vorschreiben, sodass keine Berufspolitiker, sondern erfolgreiche Menschen aus der Praxis unser Land regieren. Aber ich schweife ab…

Tabelle 1: Aktuelle Umfrageergebnisse zur Sonntagsfrage. Quelle (Stand: 09.05.2020)

Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 hat die Union um etwa 5 % zugelegt. Die größten Gewinner sind jedoch die Wohlstands-Verhinderer der Grünen mit rund 8 %. Alle anderen Parteien haben in den letzten zwei Jahren Wählerstimmen verloren. Da die Ergebnisse der verschiedenen Umfrageinstitute natürlich ein wenig voneinander abweichen, werde ich nachfolgend die Mittelwerte aus Tabelle 1 benutzen. Dazu fragt mein Excel-Tool automatisch die neusten Umfrageergebnisse von der o.g. Website ab und berechnet die in Tabelle 2 dargestellten Mittewerte. Außerdem erfolgt eine Prüfung ob ggf. eine der aufgeführten Parteien an der 5 %-Hürde scheitert. Das Tool geht davon aus, dass alle Parteien, die unter „Sonstige“ zusammengefasst werden, unter 5 % liegen und somit ebenfalls nicht in den Bundestag einziehen können. Damit lässt sich berechnen, wie viel Prozent benötigt werden, um die absolute Mehrheit zu bekommen. Wir erkennen, dass die FDP nur sehr knapp über 5 % liegt. Würde sie ein weiteres Prozent der Stimmen verlieren, hätte dies auch Auswirkungen auf die notwendigen Stimmen für eine absolute Mehrheit. Um dies zu verdeutlichen, habe ich in Tabelle 3 der FDP 1 % abgezogen und die Werte der anderen fünf Parteien um je 0,2 % erhöht. Nun sind nur noch rund 44,8 % anstatt 47,1 % für eine absolute Mehrheit erforderlich.

Tabelle 2: Mittelwerte der Umfrageergebnisse.
Tabelle 3: Alternatives Szenario mit FDP unter 5 %.

Welche Koalitionen sind möglich?

Nun interessiert uns natürlich, welche Parteien in einer Koalition gemeinsam die absolute Mehrheit erreichen können. Dazu werde ich nachfolgend sowohl die „echten“ Daten aus Tabelle 2 als auch das alternative Szenario ohne FDP aus Tabelle 3 betrachten. In der nachfolgenden Tabelle sind die Kombinationen von zwei Koalitionspartnern dargestellt (auch wenn es nicht ganz korrekt ist, zähle ich CDU und CSU als eine Partei). Die grün markierten Zellen weisen auf Koalitionen hin, die rechnerisch die absolute Mehrheit erwirken können. In Tabelle 4 findest Du die Ergebnisse aus den originalen Umfragedaten und in Tabelle 5 analog das alternative Szenario ohne die FDP.

Tabelle 4: Mögliche Koalitionen (grün) auf Grund der originalen Umfrageergebnisse.
Tabelle 5: Mögliche Koalitionen (grün) im alternativen Szenarion ohne die FDP.

Wir erkennen, dass durch das Ausscheiden der FDP eine weitere Koalition zwischen Union und Linkspartei möglich wird. Eine solche Allianz wäre sicherlich verstörend, aber angesichts der Vorfälle nach der Landtagswahl in Thüringen sicher nicht undenkbar. In dem Excel-Tool gibt es außerdem die Möglichkeit alle Kombinationen von drei Parteien durchzurechnen. Allerdings wird die Tabelle dadurch sehr groß, sodass ich sie hier nicht darstellen möchte.

Meine Meinung zu unserer Parteienlandschaft

Abschließend möchte ich einen kleinen Kommentar zu den von mir favorisierten Koalitionen. Ich hatte bereits erwähnt, dass mich keine der im Bundestag vertretenden Parteien überzeugt. Die AfD legt zwar häufig den Finger zu Recht in die Wunden der etablierten Parteien, fordert aber auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht und hat einige wenige politische Spinner in ihren Reihen. Die Union, für die Internet Neuland ist, ist nur darauf bedacht, das Geld den Großkonzernen zuzuschieben, vernachlässigt aber die innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie die Forschung an Zukunftsthemen. Die FDP ist zwar nicht ganz so konservativ, aber für eine echte liberale Partei dann doch nicht freiheitsliebend genug. Wenn es hart auf hart kommt, fügt sie sich doch wieder dem Willen der altmodischen Union. SPD, Grüne und Linkspartei bilden für mich einen gemeinsamen sozialistischen Block, in dem es kaum Unterschiede gibt. Alle drei Parteien sind darauf bedacht, den Wohlstand schaffenden Menschen in unserer Gesellschaft Steine in den Weg zu legen und die Planwirtschaft in Deutschland weiter zu etablieren. Welche Partei wähle ich also? Ich nehme die Partei, die eine Bildung von Koalitionen erschwert. In diesem Fall wäre es die FDP, damit das von mir skizzierte Alternativszenario nicht eintritt. Ich möchte damit erreichen, dass es nach der Wahl möglichst lange dauert, bis sich eine Koalition gebildet hat, die neue Schwachsinns-Gesetze über uns ausschütten kann. Meine Idealvorstellung wäre eine Minderheitsregierung. Ich bin davon überzeugt, dass in wirklich schweren Krisen auch Parlamente mit Minderheitsregierungen Mehrheitsbeschlüsse erzielen können, aber eben nur für wirklich wichtige Maßnahmen in dringenden Fällen. Das bedeutet natürlich, dass unsere Abgeordneten wieder ernsthaft miteinander diskutieren müssten, anstatt Ideologien der regierenden Parteien politisch durchzudrücken.

Scherze zum 1. Mai

Hallo lieber Leser,

auch am heutigen 1. Mai möchte ich wieder einen Beitrag liefern. Leider hat mir die Zeit gefehlt, um das nächste Thema vorzubereiten. Da der 1. Mai ja auch traditionell von Gewerkschaften sowie linken Parteien für Demonstrationen genutzt wird und ich es mit den Roten nicht so habe, hier nun eine humorvolle Gegenbewegung mit meinen Lieblings-Sozialisten- / Kommunistenwitzen, die ich im Netz gefunden habe. Viel Spaß beim Lesen!


Warum stand im Sozialismus der Mensch im Mittelpunkt?

Damit er von allen Seiten gleichmäßig ausgebeutet werden konnte …


Welche politische Gesinnung hatten Adam und Eva?
Sie waren die ersten Kommunisten im realen Sozialismus. Wer sonst könnte ein Leben ohne Kleidung, ohne eigene Wohnung und ohne eine funktionierende Infrastruktur für einen paradiesischen Zustand halten?


Was passiert, wenn in der Wüste der Sozialismus eingeführt wird?

10 Jahre nichts. Dann wird der Sand knapp.


Unterschied zwischen Hitler und Honecker?

Der eine war scharf auf die Ostmark, der andere ist scharf auf Westmark!


Erich Honecker spricht auf der Straße mit Vertretern der Arbeiterklasse. Eine ältere Oma fragt ihn: „Genosse Generalsekretär, ist der Sozialismus eigentlich von den Wissenschaftlern oder von den Politikern erfunden worden?“

Darauf Honecker stolz: „Von den Politikern natürlich!“

Darauf die Oma: „Na, das denke ich mir. Die Wissenschaftler hätten es vorher bestimmt an Ratten ausprobiert!“


Sozialismus in der Anfangsphase:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.

Sozialismus in der Endphase:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer.


Was verkündet Erich Honecker ganz stolz auf dem X. Parteitag der SED?

„Unsere Mikroelektronik ist nicht klein zu kriegen …“


Was ist besser, Sozialismus oder Sex?

Sozialismus, da kann man länger stöhnen.


Was ist der Unterschied zwischen einer Fuhre Langholz und dem Sozialismus?

Bei der Fuhre Langholz kommt zuerst das dicke Ende und dann die rote Fahne.


Stehen je ein kleiner Junge auf westlicher und auf östlicher Seite an der Grenze. Der im Westen isst eine Banane. Der aus dem Osten guckt ein wenig traurig.

Der aus dem Westen: „Ätsch, ich habe eine Banane!“

Der aus dem Osten: „Ätsch, wir haben den Sozialismus!“

Der aus dem Westen: „Ätsch, wir haben auch bald den Sozialismus!“

Der aus dem Osten: „Hahaha, dann habt ihr aber keine Bananen mehr…“


Warum gab es im real existierenden Sozialismus so viele Witze?

Weil niemand ihn ernst nimmt.

„Du Papi, warum heißt denn der Trabant 601 Trabant 601?“

„Weil ihn 600 bestellt haben und einer kriegt ihn.“

Kreativitätstechniken

In diesem Artikel möchte ich zwei Methoden vorstellen, mit denen ich versuche, ein kreativerer Mensch zu werden. Dies gilt insbesondere für das Lösen von Alltagsproblemen. Da ich offenbar von Natur aus alles andere als kreativ bin, habe ich bereits eine Vielzahl von Methoden erprobt. Im Folgenden beschreibe ich die zwei Vorgehensweisen, die bei mir am besten funktionieren. Bei der ersten Technik handelt es sich um eine abgewandelte Form der Reizwortanalyse, die – wie sollte es auf diesem Blog anders sein – durch ein kleines Programm unterstützt wird, dass Du Dir am Ende dieses Artikels kostenfrei herunterladen kannst. Allerdings musst Du dafür in Excel ein VBA-Makro ausführen. Bei der zweiten Methode brauchst Du keinerlei elektronische Hilfsmittel, sondern nur einen Stift und einen kleinen Notizblock, den Du ständig mit Dir führst. Alternativ kannst Du natürlich auch die Notizfunktion Deines Smartphones nutzen, aber das funktioniert nur, wenn Du damit recht schnell schreiben kannst.

Methode 1: 30 Wörter

Bei dieser Methode wird der Nutzer mit Kombinationen unterschiedlicher Begriffe konfrontiert. Ziel ist es, diese Wortkombinationen zu verinnerlichen und zu prüfen, ob sie einen Sinn ergeben. Dazu werden zu Beginn 30 Wörter vom Benutzer festgelegt, die dann vom Computer zu zufälligen Kombinationen aus je vier Wörtern verarbeitet werden. Bei der Zusammenstellung der Wörter scheint es hilfreich zu sein, persönliche Stärken, eigene Interessen, die Namen guter Freunde oder die Titel hilfreicher Bücher auszuwählen. Dazu musst Du Dir natürlich all dieser Dinge bewusst sein. Interessant ist auch, einige zufällige Begriffe, die Du Dir zum Beispiel einem Wörterbuch entnehmen kannst, zu verwenden. Durch die zufällige Kombination dieser Begriffe können in unserem Gehirn völlig neue Denkprozesse und Handlungsansätze provoziert werden. Vielleicht liegt die Lösung Deines Problems ja in einem Buch, dass Du vor langer Zeit gelesen hast. Oder Du musst einen Freund um Hilfe bitten, der eine besondere Stärke hat, die Dir fehlt. Vielleicht musst Du aber auch nur eine Deiner eigenen Talente nutzen, obwohl Dir bis zur Anwendung dieser Methode nicht klar war, dass diese Stärke für das Problem hilfreich ist. Du weißt ja: für jemanden mit einem Hammer in der Hand sieht alles aus wie ein Nagel. Übrigens besteht prinzipiell auch die Möglichkeit, mehr oder weniger als 30 Begriffe zu verwenden. Allerdings solltest Du bedenken, dass bereits bei 30 Wörtern eine extrem große Anzahl möglicher Kombinationen entsteht.

Schauen wir uns einmal den Aufbau des Excel-Programms an. Im ersten Tabellenblatt hast Du die Möglichkeit, eine Liste von Wörtern untereinander einzutragen, wie in Abbildung 1 dargestellt. Um das Beispiel klein zu halten, habe ich hier nur 15 Begriffe eingetragen, die mit meinen Hobbies, Interessen und Fähigkeiten zusammenhängen. Anschließend klicke ich auf den Button und erhalte eine Liste mit zufälligen Wortkombinationen wie in Abbildung 2 dargestellt. Diese kann ich mir nun durchlesen und überprüfen, ob Sie mir bei der Lösung meines Problems helfen. Übrigens: die gelb markierte Zeile in Abbildung 2 war es, die mich dazu gebracht hat, diesen Blog zu starten.

Abbildung 1: Beispielhafte Liste von Wörtern.

Abbildung 2: Die eingegebenen Wörter werden in zufälligen Vierergruppen kombiniert. Die gelbe Zeile bewegte mich dazu, diesen Blog zu starten.

Methode 2: Nachdenken und aufschreiben

Diese Methode kommt etwas plump daher, sie ist aber viel wirkungsvoller, als man vielleicht zunächst annehmen möchte. Der erste Schritt besteht darin, Dein Problem zweimal täglich auf Papier aufzuschreiben. Dadurch wird die Dringlichkeit des Themas stärker in Deinem Denken verankert. Dein Unterbewusstsein fragt sich: „Warum schreibt der jeden Tag zweimal dieses Zeug auf? Das wird wohl wichtig sein!“ Der zweite Schritt besteht darin, das Gehirn mit möglichst vielen Informationen zu versorgen. Das kann zum Beispiel durch Lesen, Besuchen von Vorträgen oder durch Unterhaltung mit intelligenten Menschen passieren. Sämtliche Informationen werden vom Gehirn verarbeitet. Da unser Unterbewusstsein von der Dringlichkeit des Problems weiß, versucht es, aus den gelernten Fakten Lösungen für unser Problem zu kreieren. Diese zeigen sich als Geistesblitze, die uns zu jeder Zeit „treffen“ können und oft interessante Handlungsansätze liefern. Unglücklicherweise liegt es in der Natur des Menschen, diese Ideen schnell wieder zu vergessen. Wir überschätzen an dieser Stelle schlicht unsere Gedächtnisleistung. Ähnlich wie ein Traum, an dem wir uns meist nur unmittelbar nach dem Aufwachen erinnern, verschwinden die Ideen solcher Geistesblitze innerhalb kürzester Zeit aus unserem Kopf. Hier kommt der Notizblock zum Einsatz: da wir nie wissen, wann uns ein solcher Geistesblitz ereilt, ist es wichtig immer etwas zum Schreiben zur Hand zu haben und jede Idee, sei sie am Anfang noch so abwegig, aufzuschreiben. Von den so gewonnen Handlungsansätzen gilt es nun die beste Lösung auszuwählen. Bei einfachen Entscheidungen reicht oft eine einfache Pro-Contra-Liste, die auch schriftlich und nicht im Kopf angefertigt werden sollte. Bei komplexeren Entscheidungen gibt es weitere Hilfsmittel, auf die ich in einem späteren Artikel eingehen werde.

Wachstumsarten

Heute geht es um die verschiedenen Wachstumsarten, die uns in unserem Alltag begegnen. Es ist aus meiner Sicht wichtig sie zu kennen und zu differenzieren. Tatsächlich haben verschiedene Experimente gezeigt, dass die meisten Menschen nur linear denken können bzw. überproportionales Wachstum unterschätzen.
Auf folgende Wachstumsarten möchte ich in diesem Artikel eingehen:

  • proportionales Wachstum
  • lineares Wachstum
  • quadratisches Wachstum
  • exponentielles Wachstum
  • logarithmisches Wachstum
  • logistisches Wachstum

Eine ganze Menge, also legen wir am besten gleich los. Zum besseren Verständnis habe ich wieder eine Excel-Datei gebaut, in der Du die unterschiedlichen Wachstumsarten ausprobieren kannst. Auch die Screenshots aus diesem Artikel entstammen dieser Datei.


Proportionales und lineares Wachstum
Dies ist die Wachstumsform, die wohl jedem von uns klar ist: wenn sich mein Eingangswert x um eine Einheit vergrößert sich mein Ausgangswert y um einen festen Wert. Wenn ich zum Beispiel die Anzahl der verkauften Einheiten erhöhe, erhöht sich auch im gleichen Maß der Umsatz (vorausgesetzt ich verlange keine Grundgebühren und gewähre keine Mengenrabatte). Proportionale Verhältnisse können mit dem klassischen Dreisatz berechnet werden. Gibt es beim proportionalen Wachstum einen Anfangswert für den Eingangswert x = 0, handelt es sich um lineares Wachstum. Dies ist zum Beispiel bei einer Grundgebühr der Fall.

Quadratisches Wachstum

Beim quadratischen Wachstum wird der Eingangswert mit sich selbst multipliziert. Das bedeutet, dass der Ausgangswert y mit zunehmendem Eingangswert x immer schneller steigt. Ein Beispiel ist der Bremsweg eines PKWs in Abhängigkeit von seiner Geschwindigkeit. In der Abbildung ist dieser Zusammenhang grafisch dargestellt.

Beispiel für quadratisches Wachstum: der Bremsweg (y) in Metern in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit (x) in km/h

Exponentielles und logistisches Wachstum

Es gibt noch einer weitere Wachstumsart, bei der die Ausgangsgröße immer schneller ansteigt: exponentielles Wachstum. Ein Beispiel dafür ist der Zinseszinseffekt. In diesem Artikel habe ich mal gezeigt, welche jährlichen Renditen an der Börse sind. Allein diese Zahlen sind beeindruckend, aber besonders beeindruckend sind sie, wenn wir uns die Wirkung des Zinseszinseffektes bewusst machen.
Beispiel: wer sein Geld 20 Jahre lang an der Börse investiert, hat gute Chancen eine jährliche Rendite von 7 % zu erwirtschaften. Über die 20 Jahre entspricht dies einer Gesamtrendite von +287 %. Auf dieser Website findest Du einen gut gemachten Zinseszinsrechner, mit dem Du so etwas mal durchspielen kannst und weitere Effekte wie Steuern und monatliche Sparraten berücksichtigen kannst. Kommen wir nun zum logarithmischen Wachstum. Hiermit werden Prozesse modelliert, bei denen das Wachstum mit zunehmender Eingangsgröße x immer langsamer wird. In dem Screenshot unten findest Du ein Beispiel. Bitte beachtet, dass logarithmisches Wachstum nur ein Beispiel für degressives (immer langsameres) Wachstum ist. Ein weiteres Beispiel ist die Wurzelfunktion, auf die ich aber in diesem Artikel nicht näher eingehen möchte.

Ein Beispiel für logarithmisches Wachstum

Logistisches Wachstum

In unserem Alltag, vor allem in der Biologie, finden wir jedoch häufig Prozesse, die zunächst exponentiell ablaufen, jedoch auf eine Obergrenze eingeschränkt sind. Beispielsweise können Viren nicht immer weiter exponentiell wachsen, da sie irgendwann keinen Wirt mehr finden, der noch nicht von dem Virus infiziert ist. Die uns vertrauten Lebewesen wachsen im Hinblick auf ihre Körpergröße logistisch. Kinder wachsen so schnell, dass es gelegentlich zu Wachstumsschmerzen kommt, aber als Jugendliche haben sie ihre maximale Größe erreicht. In der unten stehenden Abbildung siehst Du ein Beispiel für logistisches Wachstum.


Modellierung von Wachstum mit Geogebra
Zum Schluss möchte ich Dir noch eine Software vorstellen, mit der Du Wachstumskurven sehr schön aus Rohdaten modellieren kannst: Geogebra. Dieses Programm bietet den Vorteil, dass Du gegebene Rohdaten direkt in eine Tabelle eintragen kannst und nur noch die Wachstumsart wählen muss, mir der Du die Daten beschreiben musst. Alle mathematischen Parameter werden von Geogebra so gewählt, dass Sie möglichst gut zu Deinen Rohdaten passen. Auch wenn Du näher in die mathematischen Hintergründe einsteige möchtest ist Geogebra ein nützliches Werkzeug. Das Programm kannst Du Dir an dieser Stelle kostenlos herunterladen. Ich arbeite derzeit mit Geogebra Classic 6. Auf Youtube findest Du zahlreiche Tutorials. Beispielsweise wird in diesem Video das logistische Wachstum mit Geogebra erklärt.

Pareto Prinzip – Worum geht es in diesem Blog?

Arbeiten nach dem Pareto-Prinzip

Geht es Euch wie mir, dass Ihr immer zu wenig Zeit habt? Ehe Ihr Euch verseht, ist der Tag vorbei und Ihr habt wieder viel weniger geschafft, als Ihr Euch vorgenommen habt. Die gute Nachricht ist: es geht allen Menschen so und einige haben sich wirklich schlaue Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere knappe Zeit möglichst effizient einsetzen können, um unsere Ziele zu erreichen. Einer davon war der italienische Ingenieur Vilfredo Pareto, der das nach Ihm benannte Prinzip formuliert hat. Es besagt, dass 80 % des maximal Erreichbaren mit nur 20 % des möglichen Aufwands erreicht werden können. Die restlichen 20 % des Möglichen zu erreichen ist extrem ineffizient, da hierfür die restlichen 80 % des Gesamtaufwands eingesetzt werden müssen.


Das Pareto-Prinzip im Alltag

Betrachten wir einmal das Pareto-Prinzip am Beispiel von Bildung. Tendenziell ist es einfacher auf einem Gebiet Grundlagenkenntnisse aufzubauen anstatt die letzten fachlichen Details zu durchdringen. Mit den Inhalten, die wir bis zur 8. Klasse im Mathematikunterricht lernen (Grundrechenarten, Dreisatz, Prozentrechnung,…) können wir einen großen Teil der Probleme lösen, die uns im Alltag begegnen. Viel schwerer ist das Lösen von Differentialgleichungen, was die meisten von uns aber zum Glück nur selten tun müssen. Wenn wir also einen möglichst großen Wissensschatz aufbauen wollen, sind wir gut beraten uns mit leicht erlernbaren Grundlagen aus vielen verschiedenen Bereichen zu beschäftigen, anstatt immer tiefer in einem speziellen Fachgebiet einzusteigen. Genau darum geht es auch in diesem Blog. Mein Anspruch ist es einen grundlegenden Einblick in möglichst viele verschiedene Themen zu bieten. Damit Ihr Euch nicht zu tief mit der für viele Menschen abschreckenden Mathematik beschäftigen müsst, liefere ich zu den meisten Themen eine Excel-Tabelle. Diese könnt Ihr nutzen, um die besprochenen Themen möglichst schnell und effizient in Eurem Alltag anwenden könnt.

Die ABC-XYZ-Analyse

An dieser Stelle möchte ich ein eher betriebswirtschaftliches Beispiel aufzeigen. Betrachten wir die Montage eines Automobils. Hierfür sind zahlreiche Teile von unterschiedlichem Wert und unterschiedlicher Stückzahl erforderlich. Einige Beispiele sind in dem untenstehenden Screenshot dargestellt. Dieser stammt aus einer Excel-Datei zur ABC-XYZ-Analyse.

Eine ABC-Analyse am Beispiel einer Pkw-Montage

Teil 1: ABC-Analyse
In dieser Tabelle wurden unterschiedliche Baugruppen, aus denen das Fahrzeug besteht, aufgeführt und deren Gesamtkosten pro Fahrzeug berechnet. Außerdem wird für jede Baugruppe der Kostenanteil der einzelnen Baugruppe am gesamten Fahrzeug dargestellt. Anhand dieser Kennzahl wird eine Rangfolge zwischen den Baugruppen gebildet: der Motor ist die teuerste Baugruppe, die Räder sind die billigsten Teile. Nun werden die Baugruppen in drei Kategorien eingeteilt. Die A-Bauteile stellen bis zu 50 % der gesamten Kosten dar. In unserem Beispiel ist dies nur der Motor. Unser fiktiver Fahrzeughersteller sollte sich also vor allem auf die Kostenoptimierung in der Herstellung / Beschaffung der Motoren fokussieren. Gemeinsam mit den B-Baugruppen repräsentieren die A-Baugruppen sogar bis zu 80 % der Kosten für das Fahrzeug. Auf die Kostenoptimierung dieser Baugruppen sollte sich der Fahrzeughersteller mit untergeordneter Priorität kümmern. Die übrigen Baugruppen sind so billig, dass sie nur die von Pareto genannten 20 % des Aufwands am gesamten Fahrzeug darstellen. Bei diesen C-Baugruppen ist eine weitere Kostenoptimierung besonders ineffizient.

Teil 2: XYZ-Analyse

Eine weitere betriebswirtschaftliche Anwendung des Pareto-Prinzips ist die XYZ-Analyse, die ebenfalls in meiner Excel-Tabelle in einem weiteren Tabellenblatt implementiert ist. Betrachten wir noch einmal die Baugruppen, die unser Fahrzeughersteller beschaffen muss. Doch nun betrachten wir mal, wie die Kosten der Baugruppen in den 12 Monaten eines Jahres schwanken. Die Werte sind in den weißen Zellen des unten dargestellten Screenshots dargestellt. Aus diesen Werten wird zeilenweise ein Variationskoeffizient berechnet. Dabei handelt es sich uns ein statistisches Maß, das umso größer ist, desto stärker die Werte der einzelnen Monate schwanken. Anhand dieser Kennzahl werden die Baugruppen in X-, Y- und Z-Teile kategorisiert. Bei den X-Teilen können die zukünftigen Kosten viel leichter prognostiziert werden als bei den Z-Teilen.