Pareto Prinzip – Worum geht es in diesem Blog?

Arbeiten nach dem Pareto-Prinzip

Geht es Euch wie mir, dass Ihr immer zu wenig Zeit habt? Ehe Ihr Euch verseht, ist der Tag vorbei und Ihr habt wieder viel weniger geschafft, als Ihr Euch vorgenommen habt. Die gute Nachricht ist: es geht allen Menschen so und einige haben sich wirklich schlaue Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere knappe Zeit möglichst effizient einsetzen können, um unsere Ziele zu erreichen. Einer davon war der italienische Ingenieur Vilfredo Pareto, der das nach Ihm benannte Prinzip formuliert hat. Es besagt, dass 80 % des maximal Erreichbaren mit nur 20 % des möglichen Aufwands erreicht werden können. Die restlichen 20 % des Möglichen zu erreichen ist extrem ineffizient, da hierfür die restlichen 80 % des Gesamtaufwands eingesetzt werden müssen.


Das Pareto-Prinzip im Alltag

Betrachten wir einmal das Pareto-Prinzip am Beispiel von Bildung. Tendenziell ist es einfacher auf einem Gebiet Grundlagenkenntnisse aufzubauen anstatt die letzten fachlichen Details zu durchdringen. Mit den Inhalten, die wir bis zur 8. Klasse im Mathematikunterricht lernen (Grundrechenarten, Dreisatz, Prozentrechnung,…) können wir einen großen Teil der Probleme lösen, die uns im Alltag begegnen. Viel schwerer ist das Lösen von Differentialgleichungen, was die meisten von uns aber zum Glück nur selten tun müssen. Wenn wir also einen möglichst großen Wissensschatz aufbauen wollen, sind wir gut beraten uns mit leicht erlernbaren Grundlagen aus vielen verschiedenen Bereichen zu beschäftigen, anstatt immer tiefer in einem speziellen Fachgebiet einzusteigen. Genau darum geht es auch in diesem Blog. Mein Anspruch ist es einen grundlegenden Einblick in möglichst viele verschiedene Themen zu bieten. Damit Ihr Euch nicht zu tief mit der für viele Menschen abschreckenden Mathematik beschäftigen müsst, liefere ich zu den meisten Themen eine Excel-Tabelle. Diese könnt Ihr nutzen, um die besprochenen Themen möglichst schnell und effizient in Eurem Alltag anwenden könnt.

Die ABC-XYZ-Analyse

An dieser Stelle möchte ich ein eher betriebswirtschaftliches Beispiel aufzeigen. Betrachten wir die Montage eines Automobils. Hierfür sind zahlreiche Teile von unterschiedlichem Wert und unterschiedlicher Stückzahl erforderlich. Einige Beispiele sind in dem untenstehenden Screenshot dargestellt. Dieser stammt aus einer Excel-Datei zur ABC-XYZ-Analyse.

Eine ABC-Analyse am Beispiel einer Pkw-Montage

Teil 1: ABC-Analyse
In dieser Tabelle wurden unterschiedliche Baugruppen, aus denen das Fahrzeug besteht, aufgeführt und deren Gesamtkosten pro Fahrzeug berechnet. Außerdem wird für jede Baugruppe der Kostenanteil der einzelnen Baugruppe am gesamten Fahrzeug dargestellt. Anhand dieser Kennzahl wird eine Rangfolge zwischen den Baugruppen gebildet: der Motor ist die teuerste Baugruppe, die Räder sind die billigsten Teile. Nun werden die Baugruppen in drei Kategorien eingeteilt. Die A-Bauteile stellen bis zu 50 % der gesamten Kosten dar. In unserem Beispiel ist dies nur der Motor. Unser fiktiver Fahrzeughersteller sollte sich also vor allem auf die Kostenoptimierung in der Herstellung / Beschaffung der Motoren fokussieren. Gemeinsam mit den B-Baugruppen repräsentieren die A-Baugruppen sogar bis zu 80 % der Kosten für das Fahrzeug. Auf die Kostenoptimierung dieser Baugruppen sollte sich der Fahrzeughersteller mit untergeordneter Priorität kümmern. Die übrigen Baugruppen sind so billig, dass sie nur die von Pareto genannten 20 % des Aufwands am gesamten Fahrzeug darstellen. Bei diesen C-Baugruppen ist eine weitere Kostenoptimierung besonders ineffizient.

Teil 2: XYZ-Analyse

Eine weitere betriebswirtschaftliche Anwendung des Pareto-Prinzips ist die XYZ-Analyse, die ebenfalls in meiner Excel-Tabelle in einem weiteren Tabellenblatt implementiert ist. Betrachten wir noch einmal die Baugruppen, die unser Fahrzeughersteller beschaffen muss. Doch nun betrachten wir mal, wie die Kosten der Baugruppen in den 12 Monaten eines Jahres schwanken. Die Werte sind in den weißen Zellen des unten dargestellten Screenshots dargestellt. Aus diesen Werten wird zeilenweise ein Variationskoeffizient berechnet. Dabei handelt es sich uns ein statistisches Maß, das umso größer ist, desto stärker die Werte der einzelnen Monate schwanken. Anhand dieser Kennzahl werden die Baugruppen in X-, Y- und Z-Teile kategorisiert. Bei den X-Teilen können die zukünftigen Kosten viel leichter prognostiziert werden als bei den Z-Teilen.

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