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Renditedreieck

Wie viel Rendite gibt’s an der Börse?

In meinem ersten Artikel möchte ich Euch zeigen, welche Renditen an den Finanzmärkten erwirtschaftet werden können. Hierzu möchte ich Euch eine Statistik zeigen, die mich vor gut zwei Jahren dazu bewegt hat Geld langfristig in Aktien zu investieren. Es handelt sich dabei um das sogenannte Renditedreieck des deutschen Aktienindex (DAX). Diese Statistik wird jährlich vom deutschen Aktieninstitut (DAI) berechnet und veröffentlicht. Dazu habe ich eine Excel-Datei erstellt, mit der Ihr Euch dieses Dreieck auch für jeden beliebigen anderen Finanztitel berechnen lassen könnt, sofern Ihr die Jahresschlusskurse kennt. Für die gängigen Aktienindizes findet Ihr diese auch recht schnell bei Wikipedia.

Was zeigt uns das Renditedreieck?
Im Prinzip ist das Renditedreieck eine Tabelle, die uns die durchschnittliche Jahresrendite zeigt, wenn ich am Ende von Jahr x in den Index investiert und am Ende von Jahr y wieder ausgestiegen wäre. Schauen wir uns das mal in dem untenstehenden Screenshot am Beispiel des NASDAQ 100 an. Die markierte Spalte zeigt die jährliche Rendite am Ende des Jahres 2012 in Abhängigkeit vom Einstiegsjahr. Die markierte Zeile stellt die Renditen seit Ende 2003 in Abhängigkeit vom Ausstiegsjahr dar. Hätten wir also beispielsweise Ende 2003 über einen ETF Geld in den NASDAQ 100 investiert und hätten den ETF Ende 2012 wieder verkauft, hätten wir eine jährliche Durchschnittsrendite erwirtschaftet. Das entspricht einer Gesamtrendite von über 80%!

Das Renditedreieck zeigt imposante Chancen an den Börsen: Wer Ende 2003 bis Ende 2012 in des NASDAQ 100 investierte, erzielte eine Rendite i.H.v. 6,8 % p.a.

Wie sieht es bei anderen Indizes aus?

Wenn Ihr Euch die Excel-Datei öffnet, findet Ihr in den einzelnen Reitern Renditedreiecke zu weiteren Indizes sowie dem Gold- und Silberpreis. Ihr könnt die Blätter auch kopieren und dann die Jahresschlusskurse weiterer Indizes eintragen. Die von mir eingetragenen Werte habe ich aus Wikipedia entnommen. Wenn wir die einzelnen Renditedreiecke vergleichen fallen folgende Gemeinsamkeiten auf:

  • kurzfristige Kursschwankungen gleichen sich langfristig aus
  • ab einer Haltedauer von ca. 15 Jahren ist ein Verlust extrem unwahrscheinlich
  • langfristig sind eher Renditen von 7-8 % p.a. realistisch
  • nach harten Zeiten (z.B. Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg,…) haben sich die Kurse schnell wieder erholt