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Die frohe Botschaft

Die frohe Botschaft KW 20/2020

Auch heute würde ich wieder gerne über positive Entwicklungen in der Welt berichten. Leider fehlte mir mal wieder etwas die Zeit, um mehrere Themen zu erarbeiten. Dabei gäbe es so viel Gutes zu berichten, wie zum Beispiel das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der EZB.

Stattdessen möchte ich wie üblich nur kurz auf die aktuellen Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) eingehen, diese mit meiner Prognose der letzten Woche vergleichen und eine neue Prognose für die kommende Woche abgeben. Ich betrachte dabei Gesamtzahl aller jemals als infiziert gemeldeten Personen in Deutschland. Letzte Woche hatte ich diesen Wert auf 168.390 bis 171.973 Infizierte geschätzt. Tatsächlich wurden bis heute laut RKI 171.306 Personen als erkrankt gemeldet. Ich habe mit meiner Schätzung also nur knapp richtig gelegen. Dass die tatsächliche Zahl der gemeldeten Fälle diesmal im oberen Bereich meiner Schätzung liegt, führe ich auf die ersten Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen zurück. Insgesamt haben sich in der vergangenen Woche 6.499 Menschen infiziert. Ich gehe wieder davon aus, dass auch in der kommenden Woche höchstens so viele Menschen erkranken wie in den vergangenen sieben Tagen. Damit kämen wir für nächsten Mittwoch auf maximal 177.805 gemeldete Fälle. Offenbar muss ich jedoch meinen Optimismus bezgl. des unteren Schätzwertes etwas zügeln. Ich gehe daher davon aus, dass wir in der kommenden Woche noch mindestens 75 % der Neuinfektionen aus der Vorwoche sehen werden, also 4.874 Personen, was einer Gesamtzahl von mindestens 176.806 Infizierten entspricht.

Die frohe Botschaft KW 19/2020

Auch am heutigen Mittwoch möchte ich mal wieder um aktuelle Themen aus der Welt kümmern. Diesmal werde ich auf das anstehende Bitcoin-Halving eingehen und ein wenig über die zukünftige Kursentwicklung spekulieren. Diese werde ich auch in den kommenden Wochen weiterverfolgen. Außerdem gibt es wie immer einen kurzen Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen.

Auswirkungen des Bitcoin-Halvings

Voraussichtlich am 11. Mai wird es zum erneuten Bitcoin-Halving kommen. Das bedeutet, dass die Prämie für geschürfte Bitcoin-Blöcke von 12,5 BTC auf 6,25 BTC halbiert wird. Diesen Vorgang gab es in der Vergangenheit bereits 2013 und 2017, wobei im Anschluss der Bitcoin-Kurs stark gestiegen ist. Ist der Bitcoin also eine todsichere Asset-Klasse? Skeptiker argumentieren, dass der ungefähre Termin des Halvings schon lange bekannt ist und dieses Event daher schon im derzeitigen Kurs „eingepreist“ sei. Ich denke, das ist ein durchaus berechtigtes Argument. Schließlich habe ich selbst auch einen kleinen Teil meines Geldes in Bitcoin investiert und warte gespannt auf den 11. Mai. Ich selbst vertrete jedoch die Meinung, dass Bitcoin in Zukunft steigen wird. Dies mache ich vor allem an folgenden Argumenten fest, die ich nachfolgend erläutern werde:

  • langsamer wachsendes Bitcoin-Wachstum trifft auf stärker wachsende Bitcoin-Nachfrage
  • massive Inflation klassischer Währungen durch Corona-Hilfen und Staatsverschuldungen
  • Bitcoin hat massive volkswirtschaftliche Vorteile gegenüber klassischen Währungen

In der Marktwirtschaft wird der Preis eines Gutes durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wollen wir die zukünftige Veränderung des Bitcoin-Kurses abschätzen, sollten wir also die Veränderung von Angebot und Nachfrage von Bitcoins betrachten. Ein Bitcoin-Halving bedeutet, dass es kostspieliger wird, neue Bitcoins zu schürfen. Folglich wird es länger dauern, bis neue Bitcoins für den Handel zur Verfügung stehen.  Wollen wir diesen Vorgang mit klassischen Währungen vergleichen, so können wir uns eine Zentralbank vorstellen, die ständig neues Geld aus der Druckerpresse in Umlauf bringt, nun jedoch in geringerer Geschwindigkeit. Das in Verkehr bringen von weiteren Bitcoins (klassisch: Geldscheinen) müsste eine Inflation zur Folge haben, wie in Abbildung 1 dargestellt.

Abbildung 1: Prognostizierte Anzahl geschürfter Bitcoins (blau) und jährliche Inflationsraten aus Bitcoin-Schürfung (orange). Quelle (Stand: 06.05.2020)

Tatsächlich hat der Bitcoin-Kurs in den letzten Jahren zwar erhebliche Schwankungen erlebt, ist jedoch insgesamt stark gestiegen. In Abbildung 2 habe ich die Kursentwicklung (BTC / EUR) dargestellt. Volkswirtschaftlich betrachtet kann dies nur einer immer größeren Nachfrage an Bitcoins geschuldet sein. Interessant ist nun natürlich, ob diese Nachfrage aufgrund eines größeren Handelsvolumens mit Bitcoin oder durch immer stärkere Spekulationen auf den Bitcoin-Kurs entsteht.

Abbildung 2: Bitcoin-Kurs in Euro (Monatskerzen). Quelle (Stand: 06.05.2020)

Um abzuschätzen wie stark Bitcoins such jenseits der Spekulation in unserem Alltag genutzt werden, können wir beispielsweise einen Blick auf die weltweit aufgestellten Bitcoin-Geldautomaten werfen. Diese dürften kaum genutzt werden, um an den Kursen zu spekulieren, sondern vielmehr, um Bitcoins für übliche Einkäufe in Innenstädten zu nutzen. Die Entwicklung der installierten Bitcoin-Geldautomaten dürfte also ein guter Indikator für das Handelsvolumen von Bitcoin in der Realwirtschaft sein. In Abbildung 3 ist die weltweite Entwicklung dargestellt.

Abbildung 3: Anzahl der weltweit aufgestellten Bitcoin-Geldautomaten. Quelle (Stand 06.05.2020)

Wir erkennen ein exponentielles Ansteigen der Bitcoin-Geldautomaten. Die prozentuale Steigerung von Jahr zu Jahr die in Abbildung 1 dargestellten Inflationsraten um ein Vielfaches. Ich gehe daher davon aus, dass der zunehmende Handel mit Bitcoin in der Realwirtschaft die Bitcoin-Nachfrage gesteigert hat. Da diese Nachfrage für den Handel in der Realwirtschaft offenbar immer schneller steigt und nun durch das Bitcoin-Halving die Inflation wie, in Abbildung 1 dargestellt, schlagartig sinkt, gehe ich davon aus, dass auch in Zukunft der Bitcoin-Kurs steigen wird.

Das zweite Argument für weiter steigende Kurse ist die Inflation klassischer Währungen. Aufgrund der massiven Staatsausgaben aufgrund der Corona-Krise rechne ich insbesondere für den Euro mit deutlich steigenden Preisen. Wenn der Euro an Wert verliert, werden wir folglich in der Zukunft mehr Euros für einen Bitcoin erhalten. Laut Eurostat betrug die jährliche Inflation im Euroraum durchschnittlich 1,7 % pro Jahr. Dies entspricht der prognostizierten Inflation des Bitcoins ab nächster Woche, wie in Abbildung 1 dargestellt. Von da an wird die Inflation des Bitcoins weiter sinken, während die Geldentwertung des Euros weiter steigen dürfte. Auch die drohende Wirtschaftskrise und die Hilferufe nach mehr staatlicher Unterstützung seitens der Industrie werden die Euro-Inflation weitertreiben, was den Bitcoin stärkt.

Als letztes Argument für weiter steigende Bitcoin-Kurse möchte ich zeigen, dass Kryptowährungen die besseren Währungen sind. Die drei volkswirtschaftlichen Aufgaben einer Währung sind Mittel zum Tausch, Wertaufbewahrung und Recheneinheit. Als Mittel zum Tausch sind derzeit noch klassische Währungen besser geeignet, da sie von allen Handelspartnern akzeptiert werden. Betrachten wir aber die zunehmende Verbreitung von Bitcoin, so können wir davon ausgehen, dass in wenigen Jahren eine Vielzahl von Geschäften und Versandhändler die Bezahlung mit Bitcoin akzeptieren werden. Langfristig sehe ich den Bitcoin als besseres Mittel zum Tausch, da digital viel leichter und schneller bezahlen kann und nicht genügend Geldscheine vorhalten muss. Auch bei der Wertaufbewahrung sehe ich Vorteile beim Bitcoin gegenüber klassischen Währungen, da der Handel mit Kryptowährungen in der Blockchain protokolliert wird und ein Diebstahl von Bitcoins nicht möglich ist. Als Recheneinheit sind derzeit die klassischen Währungen im Vorteil, da deren Wechselkurs weniger volatil ist. Insgesamt erfüllt aus meiner Sicht der Bitcoin die Aufgaben einer Währung besser als der Euro. Daher glaube ich auch an eine langfristig positive Entwicklung des Bitcoin-Kurses. Ich möchte aber betonen, dass mir der Erhalt einer klassischen Währung mit Geldscheinen und Münzen wichtig ist, denn Banknoten sind gedruckte Freiheit. Sie erlauben freien Handel und schließen eine Überwachung / Ausspähung durch IT-Systeme aus.

Aktuelle Corona-Situation

Nachdem ich nun etwas ausführlicher meine Meinung zur Bitcoin-Entwicklung kundgetan habe, möchte ich an dieser Stelle noch einmal kurz auf die aktuelle Lage der Corona-Krise schauen. Da ich in den vergangenen Wochen sehr ausführlich auf dieses Thema eingegangen bin, werde ich mich heute diesbezüglich etwas kürzer fassen. Am Vergangenen Mittwoch hatte ich für heute eine Gesamtzahl an Infizierten Personen in Deutschland in Höhe von 161.391 bis 169.588 geschätzt. Tatsächlich wurden bis heute 164.807 Personen vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Offenbar meine neue Schätzstrategie ganz gut. In der letzten Woche wurden 7.166 Personen neu als infiziert gemeldet. Ich gehe wieder davon aus, dass diese Steigerung auch in der kommenden Woche nicht übertroffen wird. Damit hätten wir am kommenden Mittwoch maximal 171.973 Infizierte. Ich befürchte aber, dass sich zumindest noch halb so viele Personen wie in der vergangenen Woche infizieren werden und komme damit auf einen unteren Schätzwert von mindestens 168.390 Fällen, die durch das RKI gemeldet wurden.

Die frohe Botschaft KW 18/2020

In dem heutigen Beitrag möchte ich mal wieder positive Nachrichten aus Deutschland und der Welt verbreiten. Da die meisten von uns sicherlich noch immer mit der Corona-Situation beschäftigt sind, will ich auch heute wieder einen Blick auf die aktuellen Zahlen werfen und diese mit einigen anderen Statistiken vergleichen. Ich werde zeigen, dass in unserem Alltag viel größere Gefahren lauern, sodass ich anhaltende Panik und die Maßnahmen unserer Politik nicht (mehr) für gerechtfertigt halte.

Aktuelle Corona-Zahlen

In meiner Schätzung von letzter Woche hatte ich für den heutigen Tag mit 152.694 bis 160.911 jemals infizierten Corona-Patienten in Deutschland gerechnet. Tatsächlich wurden heute vom Robert-Koch-Institut (RKI) 157.641 jemals infizierte Personen angegeben. Ich lag mit meiner Schätzung also diesmal gar nicht schlecht. Ich habe die Daten des RKI wieder in Geogebra eingetragen (schwarze Punkte) und mithilfe einer logistischen Wachstumsfunktion (grüne Linie) den zeitlichen Verlauf modelliert (siehe Abbildung 1). Leider ist die modellierte Kurve für eine Zukunftsprognose (wieder einmal) nicht hilfreich, da die bereits heute gemeldeten Zahlen über der Prognose für nächsten Mittwoch liegen. Ich werde also wie schon in der letzten Woche einen Blick auf die Steigerung der Zahlen werfen. In den vergangenen sieben Tagen wurden 11.947 neue Infektionen gemeldet. Ich gehe wieder davon aus, dass diese Zahl für die kommende Woche nicht größer ausfällt, sodass wir am nächsten Mittwoch maximal 169.588 Infizierte gemeldet werden. Ich fürchte jedoch, dass auch in der nächsten Woche noch mindestens 750 Infizierte pro Tag hinzukommen. Damit wären wir am kommenden Mittwoch bei 161.391 gemeldeten Patienten.

Abbildung 1: Verlauf der Corona-Infektionen nach RKI

Ich möchte nun die Größenordnung dieser Zahlen mit anderen Krankheitsursachen ins Verhältnis setzen.  In Tabelle 1 ist die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Personen für die Jahre 2015 bis 2018 aufgeführt. Leider habe ich auf die Schnelle keine Zahlen aus 2019 gefunden. Insgesamt komme ich für die vier Jahre auf 1.560.048 Verletzte, was rechnerisch 1.068 Verletzte pro Tag entspricht. Zwar lagen hatten wir in der letzten Woche noch 60 % mehr Corona-Infizierte, allerdings geht die Steigerungsrate der Infizierten, anders als die der im Straßenverkehr Verletzten, rapide bergab. Wenn dieser Trend anhält, müssen wir uns also überlegen, ob wir nicht lieber die Geschäfte wieder öffnen und dafür den Straßenverkehr verbieten sollten. Ach neee, das funktioniert nicht – dann werden unsere Politiker nicht wiedergewählt.

Tabelle 1: Verletzte durch Verkehrsunfälle in Deutschland. Quelle (Stand: 29.04.2020)

Laut DGVU haben sich im Jahr 2018 insgesamt 877.198 Arbeitsunfälle in Deutschland ereignet. Das entspricht 2.403 Unfällen pro Tag. In diese Statistik fallen übrigens nur Unfälle, die so schwerwiegend sind, dass sie eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Tagen oder den Tod des Unfallopfers zur Folge hatten. Da hilft nur noch eins: lasst uns das Arbeiten einstellen!

Ich möchte mit dieser Stelle die Lage bezüglich Corona nicht verharmlosen, denn jeder Infizierte und jeder Tote ist einer zu viel. Ich möchte aber davon abraten in Panik zu verfallen und halte die drastischen Maßnahmen, die unsere Freiheit massiv einschränken für nicht mehr gerechtfertigt.

Die frohe Botschaft KW 17/2020

Es ist wieder Mittwoch und auch in dieser Woche möchte ich wieder über einige positve Nachrichten aus der Welt berichten. Konkret geht es heute um die Themen Coronavirus und Kindersterblichkeit – los geht’s!

Corona-Situation in Deutschland

Bereits in der vergangenen Woche habe ich ja über den Verlauf des Coronavirus berichtet und eine Prognose für die Zahl der Infizierten am gestrigen Tag abgegeben. Auch wenn ich die Situation mit einer Prognose von maximal 135.317 Infizierten vs. 143.457 tatsächlich als infiziert gemeldeten Personen klar unterschätzt habe, zeigen die Zahlen dennoch einen positiven Trend: mit dem 20. und 21. April gab es seit rund einem Monat wieder Tage, an denen weniger als 2.000 Infizierte hinzu kamen. Außerdem konnten in den vergangenen Tagen rund 2.000 mehr Menschen geheilt werden als sich neu angesteckt haben. Die Gesamtzahl der Infizierten in Deutschland habe ich wieder in Geogebra mithilfe einer logistischen Wachstumskurve modelliert (siehe Abbildung 1). Die schwarzen Punkte stellen die offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) dar, die grüne Linie ist die logistische Wachstumskurve.

Abbildung 1: Modellierung der Anzahl aller jemal in Deutschland infizierten Personen laut Robert-Koch-Institut

Welche Zahlen sind nun für die nächste Woche zu erwarten? Wir können schon anhand der Abbildung 1 erahnen, dass die Extrapolation, also die Weiterrechnung in die Zukunft durch die grüne Kurve, nicht sinnvoll ist, da die Schätzungen dann zu optimistisch ausfallen. Daher möchte ich in dieser Woche einen anderen Ansatz versuchen, um den Wert für den Mittwoch nächster Woche zu schätzen. In den vergangenen sieben Tagen wurden 15.217 Personen als infiziert gemeldet. Da ich davon ausgehe, dass sich die Ausbreitung des Virus weiter verlangsamt, rechne ich damit, dass in den folgenden sieben Tagen maximal ebenso viele Personen infizieren wie in der vergangenen Woche. Dies ergäbe eine Gesamtzahl von 160.911 Personen. Außerdem halte ich es (leider) für ausgeschlossen, dass wir schon in der nächsten Woche Wachstumsraten unterhalb von 1.000 Infizierten / Tag sehen werden. Das bedeutet, dass nächsten Mittwoch mindestens 152.694 Personen laut RKI infiziert sind bzw. infiziert waren.

Kindersterblichkeit weltweit auf dem Rückmarsch

Für diesen Abschnitt habe ich eine schöne Grafik auf Gapminder.org gefunden. In meinen Augen ist es ein schönes Beispiel dafür, wie die Welt immer besser wird, während uns unsere Mainstream-Medien suggerieren, dass früher alles besser war. Die Grafik ist unten als Abbildung 2 dargestellt. Sie zeigt, wie die Kindersterblichkeit in allen Ländern massiv zurück geht. Betrachtet werden Kinder, die vor Erreichen des 5. Lebensjahres versterben. Hier ist die Anzahl dieser Kinder pro 1.000 geborene Kinder dargestellt. Jede Linie steht für ein Land der Welt, die Farbe gibt einen Hinweis auf die Region der Erde (siehe Weltkarte im oberen rechten Teil der Abbildung).

Abbildung 2: Weltweite Entwicklung der Kindersterblichkeit von 1800 bis 2019. Link zur Quelle (Stand: 22.04.2020)

Was können wir dieser Grafik außerdem entnehmen? Auch wenn, aufgrund der Vielzahl der Linien, die einzelnen Ländernamen schwer erkennbar sind, sehen wir, dass wohlhabende Länder tendenziell niedrigere Sterblichkeitsraten aufweisen, was sicher wenige überrascht. Wollen wir also die furchtbaren Sterblichkeitsraten in den weniger reichen Regionen der Welt reduzieren, muss dort der Wohlstand steigen. Dies ist vor allem durch freien Handel und weniger durch sogenannte Entwicklungshilfe zu erreichen, da Entwicklungshilfe in der Regel nur bei den reichsten und nicht bei den fleißigsten Menschen der Regionen landet. Natürlich ist die Kindersterblichkeit nur eines von vielen scheußlichen Phänomenen weniger wohlhabender Länder. In den kommenden Wochen werde ich einige weitere Beispiele aufzeigen. Abbildung 3 zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Kindersterblichkeit und Einkommen. Die Größe der Punkte gibt einen Hinweis auf die Bevölkerungsgröße der jeweiligen Länder.

Abblidung 3: Zusmmenhang zwischen Kindersterblichkeit und Einkommen. Link zur Quelle (Stand: 22.04.2020)

Die frohe Botschaft KW 16/2020

Corona-Virus in Deutschland auf dem Rückzug

Die Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen deutlich, dass der Corona-Virus in Deutschland weiter auf dem Rückzug ist. Erstmals seit knapp einen Monat lag die Anzahl der täglich neu Infizierten bei unter 3.000 Personen. Hinzu kommt, dass in dieser Woche erstmals mehr Menschen in Deutschland geheilt wurden als neu infiziert wurden. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass die Anzahl der geheilten Personen nur vom RKI geschätzt wird, da die Kommunen nicht die genaue Anzahl geheilter Personen melden.

Wie wird sich die Ausbreitung des Virus in Deutschland fortsetzen? An dieser Stelle wage ich eine Prognose, die 6 Tage in die Zukunft reicht, da dies ungefähr der durchschnittlichen Inkubationszeit entspricht. Sollten sich also beispielsweise durch Lockerung bestehender Gesetze neue Rahmenbedingungen für die Verbreitung des Virus ergeben, hätte dies keinen Einfluss auf meine Prognose. Um einen möglichst guten Schätzwert für die Zahl der jemals Infizierten Personen in Deutschland abgeben zu können, modelliere ich die Situation mit einem logistischen Wachstum. Das bedeutet, dass sich das Virus zunächst exponentiell verbreitet und jeden Tag eine größere Anzahl Menschen infiziert. Danach geht die Ausbreitung der Krankheit in lineares Wachstum über, was bedeutet, dass sich an jedem Tag ungefähr gleich viele Menschen neu infizieren. Schließlich geraten wir in eine Phase des degressiven Wachstums, in dem sich täglich immer weniger Menschen erkranken und sich die Gesamtzahl der jemals infizierten Menschen einer oberen Grenze annähert.

In der obenstehenden Grafik siehst Du die vom RKI gemeldete Anzahl der jemals infizierten Personen in Deutschland (Punkte) sowie den Verlauf der logistischen Wachstumsfunktion (grüne Kurve). Damit ich das Ganze mathematisch beschreiben konnte, steht auf der waagerechten Achse nicht das Datum, sondern die Anzahl der Tage nach Neujahr. Die Kurve habe ich mit dem Programm Geogebra erstellt, dass Du Dir an dieser Stelle kostenlos downloaden kannst (ich nutze Geogebra Classic 6). Dieses Programm bietet den Vorteil, dass ich mir aus den gegebenen Punkten schnell eine Trendlinie, die das logistische Wachstumsmodell repräsentiert, berechnen lassen kann. Für heute (Tag 106) gibt das RKI 127.584 jemals infizierte Personen an.

Wie sieht es nun mit einer Prognose für die nächsten sechs Tage aus? Gemäß der grünen Kurve würden wir für Tag 112 insgesamt 133.626 Infizierte erwarten. Bei Betrachtung der Daten um Tag 71 und ab Tag 101 erkennen wir jedoch, dass das Modell etwas träge auf die Veränderung der Wachstumsgeschwindigkeit reagiert. Dies führt in der Phase steigender Wachstumsgeschwindigkeit zu einer Überschätzung und in der Phase sinkender Wachstumsgeschwindigkeit zu einer Unterschätzung der betroffenen Personen. Am Tag 71 war die Abweichung zwischen den RKI-Daten und meinem Modell mit 1691 Personen am größten. Ich halte es daher für möglich, dass mein Modell die Zahl der Infizierten nun im gleichen Maß unterschätzt. Somit komme ich für den 21.04.2020 (Tag 112) auf eine Prognose von 133.626 bis 135.317 Infizierten in Deutschland.