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Sozialismus macht arm und tötet

Sozialismus macht arm und tötet

Im heutigen Artikel möchte ich mich einmal mit den gefährlichen Folgen sozialistischer Ideen beschäftigen. Bereits in meinem Beitrag zum 1. Mai habe ich ja angedeutet, dass ich von roten Ideen wenig halte und habe diese auf eine humoristische Art aufgegriffen. Jetzt wird es ernster und ich werde anhand einiger Statistiken die katastrophale Folgen von roten Ideologien nachweisen.

Was ist Sozialismus?

Zuerst sei erwähnt, dass es für mich keinen wesentlichen Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus gibt. Es sind nur zwei verschiedene Wörter, deren Bedeutung auf die gleiche Weise ins Elend führt. Wer nun meint, dass ich ganz am rechten Rand des politischen Spektrums zuzuordnen sei, der irrt. Ich bin ein freiheitlich denkender Mensch. Wie der Name schon sagt, sind Nationalsozialisten dagegen auch nur Sozialisten. Die Wirtschaftspolitik des dritten Reichs mit Gleichschaltung, Planwirtschaft usw. hatte viele Gemeinsamkeiten mit dem, was die Bürger der ehemaligen DDR erleiden mussten. Der größte Unterschied ist, dass Nationalsozialisten fremde Länder ausbeuten wollen, während Sozialisten die eigenen Landsleute ausrauben. Die Intention aber ist die gleiche: es ist nun einmal einfacher anderen Menschen etwas wegzunehmen, als selbst Wohlstand zu erarbeiten.

Das Wirtschaftssystem der (National-)Sozialisten zeichnet sich vor allem durch planwirtschaftliche Organisation aus. Es gibt kaum wirtschaftliche Freiheit. Alle Verteilungsfragen werden nicht durch den Markt, sondern durch politische Gremien entschieden. Es gibt keine oder nur eine mangelhafte Rechtsstaatlichkeit, bei Bedarf enteignet der Staat seine Bürger. Die Menschen dürfen ihren Arbeitsplatz nicht frei wählen. Es gibt nur einen stark eingeschränkten Handel mit dem Ausland.

Um zu beziffern, wie stark der Sozialismus in einzelnen Ländern bereits Einzug erhalten hat, betrachte ich im Folgenden den Index für wirtschaftliche Freiheit, der durch die Heritage Foundation berechnet wird. Dieser Index legt die Kriterien Rechtsstaatlichkeit, Eingriffe des Staates in die Wirtschaft, Regulierungen und Offenheit der Märkte zugrunde. Eine Bewertung mit 100 steht für eine völlig freie Wirtschaft, während eine Wertung von 0 einer Sklaventreiberei entspricht. In Tabelle 1 sind die Werte aus 2018 dargestellt.

Tabelle 1: Index der wirtschaftlichen Freiheit. Quelle (Stand: 12.05.2020)

Auf den ersten Blick erkennen wir, dass solche Länder, die wir typischerweise mit sozialistischen Systemen einen sehr niedrigen Indexwert erhalten haben, während marktwirtschaftlich geführte Staaten die höchsten Werte bekommen haben. Der Index für wirtschaftliche Freiheit scheint also ein guter Maßstab für sozialistische Tendenzen der einzelnen Länder zu sein.

Wirtschaftliche Folgen mangelhafter Freiheit

Als nächstes möchte ich zeigen, wie die wirtschaftliche Freiheit mit dem Wohlstand einer Gesellschaft zusammenhängt. Dazu habe ich in Abbildung 1 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner in Abhängigkeit vom Index der wirtschaftlichen Freiheit dargestellt. Jeder Punkt steht für ein Land der Welt. Der rote Punkt stellt die Werte für Deutschland dar. Natürlich hängt der wirtschaftliche Erfolg einzelner Länder von viel mehr Faktoren als der Freiheit ab. Daher erkennen wir in dem Diagramm auch eine starke Streuung. Allerdings lässt sich durchaus die Tendenz erkennen, dass die Wirtschaftskraft pro Kopf überproportional mit der wirtschaftlichen Freiheit wächst.

Abbildung 1: Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (kaufkraftbereinigt) in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Freiheit. Roter Punkt: Deutschland. Quelle (Stand: 12.05.2020)

Welche wirtschaftlichen Chancen hätte Deutschland, wenn es mehr Freiheit gäbe? Wir erkennen, dass Deutschland im Vergleich zu Ländern mit einem ähnlichen Index der wirtschaftlichen Freiheit ein durchschnittliches BIP pro Einwohner erwirtschaftet. Wir sollten uns also vor allem auf Staaten schauen, die ebenfalls im mittleren Bereich der Streuung liegen. Irland zum Beispiel hat einen Indexwert von 80,4 und erwirtschaftet ein BIP in Höhe von knapp 80.000 $ pro Einwohner. Deutschland dagegen hat nur einen Indexwert von 74,2 und erwirtschaftet daher auch nur ein BIP von rund 52.000 $ pro Einwohner. Ich schätze also, dass die staatlichen Eingriffe und Regulierungen, die unsere Freiheit behindern, jeden Einwohner der Bundesrepublik rund 28.000 $ pro Jahr kosten, was nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.150 € pro Monat entspricht.

An dieser Stelle wird häufig argumentiert, dass die zusätzliche Wirtschaftskraft durch weniger Regulierung bzw. staatliche Eingriffe nur der Oberschicht zugutekäme („die Reichen werden immer reicher“). Schauen wir uns dazu den Einfluss wirtschaftlicher Freiheit auf den weniger wohlhabenden Teil der Bevölkerung an. In Abbildung 2 ist der Bevölkerungsanteil, der ein Vermögen unterhalb von 10.000 $ hat, in Abhängigkeit von dem Index der wirtschaftlichen Freiheit dargestellt. Jedes Land wird wieder durch einen Punkt dargestellt, Deutschland wird durch einen roten Punkt repräsentiert. Ähnlich wie in Abbildung 1 sehen wir auch hier eine starke Streuung, da die Vermögensverteilung natürlich noch von vielen weiteren Faktoren abhängig ist. Aber auch hier können wir eine Tendenz erkennen. Je höher die wirtschaftliche Freiheit, desto wohlhabender ist die Gesellschaft als Ganzes.

Abbildung 2: Anteil der Bevölkerun mit Vermögen unter 10.000 $ in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Freiheit. Roter Punkt: Deutschland. Quelle (Stand: 12.05.2020)

Wenn wir uns im Umkehrschluss also dem (National-)Sozialismus zuwenden und die Freiheit stark einschränken, werden wir also nicht nur das erwirtschaftete Einkommen reduzieren, sondern vor allem die ärmsten Menschen unserer Gesellschaft bestrafen.

Zusammenhang von Freiheit und Gesundheit

Da aus meiner Sicht Gesundheit noch wichtiger ist als finanzieller Wohlstand, möchte ich nun untersuchen, ob es auch einen Zusammenhang zwischen der Lebenserwartung und der wirtschaftlichen Freiheit gibt. Natürlich ist anzunehmen, dass hier ein Zusammenhang besteht, denn wohlhabende Menschen können sich eine bessere medizinische Versorgung leisten. Schließt ein Land dagegen seine Grenzen und schränkt somit die Handelsfreiheit ein, kann es nicht einmal Medikamente aus dem Ausland importieren. In Abbildung 3 habe ich daher Lebenserwartung (Mädchen und Jungen) in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Freiheit dargestellt. Deutschland wird wieder durch den roten Punkt dargestellt.

Abbildung 3: Lebenserwartung in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Freiheit. Roter Punkt: Deutschland. Quelle (Stand:12.05.2020)

Dieses Diagramm zeigt uns die größten Streuungen von allen Abbildungen in diesem Artikel. Allerdings ist erkennbar, dass die Unterschiede zwischen den Ländern mit zunehmender wirtschaftlicher Freiheit immer geringer werden. Ab einem Indexwert von ca. 70 findet ein „Sprung“ statt, sodass alle Länder mit einem höheren Indexwert eine Lebenserwartung von mehr als 74 Jahren vorweisen können. Leider scheint die Lebenserwartung mit zunehmender Freiheit immer langsamer anzusteigen. Allerdings wäre aus meiner Sicht in Deutschland eine Steigerung von ca. zwei Jahren durch Lockerung der Regulierungen und Staatseingriffe durchaus möglich. Gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass wir mit dem Indexwert nicht unter 70 fallen, denn ab dieser Stelle geht es mit der Lebenserwartung massiv bergab.

Der Weg zur finanziellen Freiheit

Möchtest Du ein großes Vermögen aufbauen? Träumst auch Du davon, so hohe Zinsen bzw. Kapitalerträge zu erzielen, dass Du allein damit Deine kompletten Ausgaben decken kannst und nie wieder arbeiten musst? Oder möchtest Du sogar so hohe Renditen bekommen, dass sich Dein Geld stärker vermehrt als Du es ausgibst? Was auch immer Dein finanzielles Ziel ist, im heutigen Artikel geht es darum, wie viel Kapital wir benötigen, um diese Ziele zu erreichen und wie lange wir dafür Sparen müssen. Da ich hier meine persönlichen Einkünfte usw. nicht veröffentlichen möchte, werde ich einige Beispielrechnungen mit fiktiven Zahlen durchführen. Am Ende findest Du wieder eine kostenlose Excel-Datei, mit der Du meine Kalkulation mit Deinen individuellen Gegebenheiten (Einkommen, Alter, …) nachrechnen kannst.

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, scheint es mehrere Stufen der finanziellen Freiheit zu geben. Diese möchte ich auch in meiner nachfolgenden Überlegung berücksichtigen. Für mich ist die erste Stufe der finanziellen Freiheit dann erreicht, wenn meine Kapitalerträge meinen Ausgaben entsprechen, sodass ich von den Zinsen, Dividenden und Renditen leben kann. An dieser Stelle stimmen mir sicherlich viele von Euch zu. Allerdings müssen wir dazu natürlich auch erst einmal unsere jährlichen Ausgaben kennen. In einem anderen Artikel habe ich bereits eine Vorlage für ein Haushaltsbuch vorgestellt, mit der Du ganz bequem Deine Kosten im Blick behalten kannst.  Für mein Beispiel gehe ich von 1.200 € pro Monat, also 14.400 € pro Jahr aus. Diesen Betrag müssen wir durch Kapitalerträge erzielen, um die erste Stufe der finanziellen Freiheit zu erlangen. Alle weiteren Stufen habe ich als Vielfache dieses Betrags definiert, wie in Tabelle 1 dargestellt.

Tabelle 1: Die Stufen der finanziellen Freiheit (meine persönliche Definition).

Wir müssen jedoch auch bedenken, dass unser Geld aufgrund der Inflation kontinuierlich an Wert verliert. Damit wir in der Zukunft ein Einkommen haben, dass den Werten aus Tabelle 1 mit Geldwert von heute entspricht, muss das Einkommen so hoch sein, dass es die Inflation ausgleicht. Ich gehe in meinem Beispiel von einer jährlichen Inflation in Höhe von 2% aus. Das hört sich zunächst nicht nach besonders viel an. Wir sollten aber bedenken, dass wir wahrscheinlich mehrere Jahrzehnte benötigen werden, um die Stufen der finanziellen Freiheit hinaufzusteigen. Bei der angenommenen Inflation hat das Geld bereits nach 20 Jahren ein Drittel seines Wertes verloren.

Ein weiterer Aspekt ist, dass wir auf unsere Kapitalerträge Steuern bezahlen müssen. Damit wir wirklich finanziell frei sind, müssen die in Tabelle 1 genannten Erträge unseren Nettoeinnahmen entsprechen (also den Einnahmen nach Steuer). Natürlich kann niemand seriös vorhersagen, wie die Steuergesetzgebung in 20 oder 40 Jahren aussehen wird. Daher werde ich für meine Berechnung die derzeit veranschlagten 25 % annehmen, den Grundfreibetrag in Höhe von 801 € vernachlässige ich.

Wie viel Kapital benötige ich für die finanzielle Freiheit?

Wir haben also verstanden, dass durch Steuern und Inflation der Wert unserer zukünftigen Einnahmen gemindert wird. Wir müssen also mehr Kapital investieren, um diese Wertminderung zu kompensieren. Zudem ist die Höhe des Vermögens, mit dem wir die finanzielle Freiheit erreichen von unserer jährlichen Rendite abhängig: je höher diese ist, desto weniger Kapital benötigen wir, um das gleiche Einkommen zu erzielen. Daher habe ich in meinem Excel-Programm die Möglichkeit, verschiedene Renditen „durchzuspielen“. In Tabelle 2 siehst du einen entsprechenden Ausschnitt, in dem ich einige Zeilen und Spalten ausgeblendet habe, um die Darstellung kompakt zu halten. Falls Du Dich fragst, wie so hohe Renditen in Zeiten der Nullzinspolitik überhaupt möglich sind, möchte ich auf diesen Artikel verweisen, in dem ich anhand von Renditedreiecken, die Möglichkeiten an der Börse gezeigt habe.

Tabelle 2: Entwicklung des Realvermögens in Abhängigkeit von der Laufzeit und Kapitalrendite.

Neben den bereits erwähnten Annahmen bin ich von einem Startkapital in Höhe von 1.000 € und einem Alter des Benutzers von 25 Jahren ausgegangen. Außerdem gehe ich davon aus, dass wir zu Beginn jeden Monat zusätzliche 500 € investieren und diesen Betrag jedes Jahr um 3 % (nominal, also inkl. Inflation) steigern. Das ist sicherlich ein sehr hoch gestecktes Ziel, aber wäre es leicht, hätten weniger Menschen auf der Welt Finanzprobleme. In der Tabelle 2 sehen wir nun die Entwicklung unseres realen (also inflationsbereinigten Vermögens) in Abhängigkeit von der jährlichen Rendite sowie der Laufzeit. Die Steigerung, die sich von einer Zeile zur nächsten ergibt, setzt sich also dem jährlich gesparten Geldbetrag sowie den versteuerten Kapitalerträgen meines Vorjahresvermögens zusammen. Die Farben der Zahlen geben einen Hinweis auf den Zeitpunkt, zu dem eine Stufe der finanziellen Freiheit erreicht wurde. Die Farben entsprechen dabei der Staffelung aus Tabelle 1. In unserem Beispiel könnten wir mit einer jährlichen Rendite von 8 % p.a. nach 30 Jahren, also im Alter von 55 Jahren die zweite Stufe der finanziellen Freiheit erlangen, hätten also nach Steuern doppelt so hohe Kapitaleinkünfte wie Ausgaben.

Betrachten wir nun einmal den Zeitraum, den wir brauchen, um die erste Stufe der finanziellen Freiheit zu erlangen. Natürlich wir dieser mit zunehmender Rendite immer kleiner. Interessant ist jedoch, dass sich bei hohen Renditen der Zeitraum bis zur finanziellen Freiheit nur noch geringfügig verkürzt. Dazu habe ich in Tabelle 3 den Zeitraum bis zur finanziellen Freiheit in Abhängigkeit von der jährlichen Rendite eingetragen.

Tabelle 3: Notwendige Laufzeit bis zur finanziellen Freiheit in Abhängigkeit von der Rendite.

Wir müssen also festhalten, dass es für die meisten von uns ein langer und steiniger Weg zur finanziellen Freiheit ist. Aus meiner Sicht lohnt es sich jedoch diesen zu gehen. Mir gefällt der Gedanke, das ein oder andere Mal auf Urlaub zu verzichten, um dafür eher in Rente gehen zu können. Falls Ihr das auch so seht, sollten wir uns auf diesem anstrengenden Weg gegenseitig helfen. Dazu werde ich auch in Zukunft weitere Tool, Ideen und Vorschläge zu finanziellen Themen vorstellen.