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Die frohe Botschaft KW 18/2020

In dem heutigen Beitrag möchte ich mal wieder positive Nachrichten aus Deutschland und der Welt verbreiten. Da die meisten von uns sicherlich noch immer mit der Corona-Situation beschäftigt sind, will ich auch heute wieder einen Blick auf die aktuellen Zahlen werfen und diese mit einigen anderen Statistiken vergleichen. Ich werde zeigen, dass in unserem Alltag viel größere Gefahren lauern, sodass ich anhaltende Panik und die Maßnahmen unserer Politik nicht (mehr) für gerechtfertigt halte.

Aktuelle Corona-Zahlen

In meiner Schätzung von letzter Woche hatte ich für den heutigen Tag mit 152.694 bis 160.911 jemals infizierten Corona-Patienten in Deutschland gerechnet. Tatsächlich wurden heute vom Robert-Koch-Institut (RKI) 157.641 jemals infizierte Personen angegeben. Ich lag mit meiner Schätzung also diesmal gar nicht schlecht. Ich habe die Daten des RKI wieder in Geogebra eingetragen (schwarze Punkte) und mithilfe einer logistischen Wachstumsfunktion (grüne Linie) den zeitlichen Verlauf modelliert (siehe Abbildung 1). Leider ist die modellierte Kurve für eine Zukunftsprognose (wieder einmal) nicht hilfreich, da die bereits heute gemeldeten Zahlen über der Prognose für nächsten Mittwoch liegen. Ich werde also wie schon in der letzten Woche einen Blick auf die Steigerung der Zahlen werfen. In den vergangenen sieben Tagen wurden 11.947 neue Infektionen gemeldet. Ich gehe wieder davon aus, dass diese Zahl für die kommende Woche nicht größer ausfällt, sodass wir am nächsten Mittwoch maximal 169.588 Infizierte gemeldet werden. Ich fürchte jedoch, dass auch in der nächsten Woche noch mindestens 750 Infizierte pro Tag hinzukommen. Damit wären wir am kommenden Mittwoch bei 161.391 gemeldeten Patienten.

Abbildung 1: Verlauf der Corona-Infektionen nach RKI

Ich möchte nun die Größenordnung dieser Zahlen mit anderen Krankheitsursachen ins Verhältnis setzen.  In Tabelle 1 ist die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Personen für die Jahre 2015 bis 2018 aufgeführt. Leider habe ich auf die Schnelle keine Zahlen aus 2019 gefunden. Insgesamt komme ich für die vier Jahre auf 1.560.048 Verletzte, was rechnerisch 1.068 Verletzte pro Tag entspricht. Zwar lagen hatten wir in der letzten Woche noch 60 % mehr Corona-Infizierte, allerdings geht die Steigerungsrate der Infizierten, anders als die der im Straßenverkehr Verletzten, rapide bergab. Wenn dieser Trend anhält, müssen wir uns also überlegen, ob wir nicht lieber die Geschäfte wieder öffnen und dafür den Straßenverkehr verbieten sollten. Ach neee, das funktioniert nicht – dann werden unsere Politiker nicht wiedergewählt.

Tabelle 1: Verletzte durch Verkehrsunfälle in Deutschland. Quelle (Stand: 29.04.2020)

Laut DGVU haben sich im Jahr 2018 insgesamt 877.198 Arbeitsunfälle in Deutschland ereignet. Das entspricht 2.403 Unfällen pro Tag. In diese Statistik fallen übrigens nur Unfälle, die so schwerwiegend sind, dass sie eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Tagen oder den Tod des Unfallopfers zur Folge hatten. Da hilft nur noch eins: lasst uns das Arbeiten einstellen!

Ich möchte mit dieser Stelle die Lage bezüglich Corona nicht verharmlosen, denn jeder Infizierte und jeder Tote ist einer zu viel. Ich möchte aber davon abraten in Panik zu verfallen und halte die drastischen Maßnahmen, die unsere Freiheit massiv einschränken für nicht mehr gerechtfertigt.

Die frohe Botschaft KW 17/2020

Es ist wieder Mittwoch und auch in dieser Woche möchte ich wieder über einige positve Nachrichten aus der Welt berichten. Konkret geht es heute um die Themen Coronavirus und Kindersterblichkeit – los geht’s!

Corona-Situation in Deutschland

Bereits in der vergangenen Woche habe ich ja über den Verlauf des Coronavirus berichtet und eine Prognose für die Zahl der Infizierten am gestrigen Tag abgegeben. Auch wenn ich die Situation mit einer Prognose von maximal 135.317 Infizierten vs. 143.457 tatsächlich als infiziert gemeldeten Personen klar unterschätzt habe, zeigen die Zahlen dennoch einen positiven Trend: mit dem 20. und 21. April gab es seit rund einem Monat wieder Tage, an denen weniger als 2.000 Infizierte hinzu kamen. Außerdem konnten in den vergangenen Tagen rund 2.000 mehr Menschen geheilt werden als sich neu angesteckt haben. Die Gesamtzahl der Infizierten in Deutschland habe ich wieder in Geogebra mithilfe einer logistischen Wachstumskurve modelliert (siehe Abbildung 1). Die schwarzen Punkte stellen die offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) dar, die grüne Linie ist die logistische Wachstumskurve.

Abbildung 1: Modellierung der Anzahl aller jemal in Deutschland infizierten Personen laut Robert-Koch-Institut

Welche Zahlen sind nun für die nächste Woche zu erwarten? Wir können schon anhand der Abbildung 1 erahnen, dass die Extrapolation, also die Weiterrechnung in die Zukunft durch die grüne Kurve, nicht sinnvoll ist, da die Schätzungen dann zu optimistisch ausfallen. Daher möchte ich in dieser Woche einen anderen Ansatz versuchen, um den Wert für den Mittwoch nächster Woche zu schätzen. In den vergangenen sieben Tagen wurden 15.217 Personen als infiziert gemeldet. Da ich davon ausgehe, dass sich die Ausbreitung des Virus weiter verlangsamt, rechne ich damit, dass in den folgenden sieben Tagen maximal ebenso viele Personen infizieren wie in der vergangenen Woche. Dies ergäbe eine Gesamtzahl von 160.911 Personen. Außerdem halte ich es (leider) für ausgeschlossen, dass wir schon in der nächsten Woche Wachstumsraten unterhalb von 1.000 Infizierten / Tag sehen werden. Das bedeutet, dass nächsten Mittwoch mindestens 152.694 Personen laut RKI infiziert sind bzw. infiziert waren.

Kindersterblichkeit weltweit auf dem Rückmarsch

Für diesen Abschnitt habe ich eine schöne Grafik auf Gapminder.org gefunden. In meinen Augen ist es ein schönes Beispiel dafür, wie die Welt immer besser wird, während uns unsere Mainstream-Medien suggerieren, dass früher alles besser war. Die Grafik ist unten als Abbildung 2 dargestellt. Sie zeigt, wie die Kindersterblichkeit in allen Ländern massiv zurück geht. Betrachtet werden Kinder, die vor Erreichen des 5. Lebensjahres versterben. Hier ist die Anzahl dieser Kinder pro 1.000 geborene Kinder dargestellt. Jede Linie steht für ein Land der Welt, die Farbe gibt einen Hinweis auf die Region der Erde (siehe Weltkarte im oberen rechten Teil der Abbildung).

Abbildung 2: Weltweite Entwicklung der Kindersterblichkeit von 1800 bis 2019. Link zur Quelle (Stand: 22.04.2020)

Was können wir dieser Grafik außerdem entnehmen? Auch wenn, aufgrund der Vielzahl der Linien, die einzelnen Ländernamen schwer erkennbar sind, sehen wir, dass wohlhabende Länder tendenziell niedrigere Sterblichkeitsraten aufweisen, was sicher wenige überrascht. Wollen wir also die furchtbaren Sterblichkeitsraten in den weniger reichen Regionen der Welt reduzieren, muss dort der Wohlstand steigen. Dies ist vor allem durch freien Handel und weniger durch sogenannte Entwicklungshilfe zu erreichen, da Entwicklungshilfe in der Regel nur bei den reichsten und nicht bei den fleißigsten Menschen der Regionen landet. Natürlich ist die Kindersterblichkeit nur eines von vielen scheußlichen Phänomenen weniger wohlhabender Länder. In den kommenden Wochen werde ich einige weitere Beispiele aufzeigen. Abbildung 3 zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Kindersterblichkeit und Einkommen. Die Größe der Punkte gibt einen Hinweis auf die Bevölkerungsgröße der jeweiligen Länder.

Abblidung 3: Zusmmenhang zwischen Kindersterblichkeit und Einkommen. Link zur Quelle (Stand: 22.04.2020)

Die frohe Botschaft KW 16/2020

Corona-Virus in Deutschland auf dem Rückzug

Die Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen deutlich, dass der Corona-Virus in Deutschland weiter auf dem Rückzug ist. Erstmals seit knapp einen Monat lag die Anzahl der täglich neu Infizierten bei unter 3.000 Personen. Hinzu kommt, dass in dieser Woche erstmals mehr Menschen in Deutschland geheilt wurden als neu infiziert wurden. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass die Anzahl der geheilten Personen nur vom RKI geschätzt wird, da die Kommunen nicht die genaue Anzahl geheilter Personen melden.

Wie wird sich die Ausbreitung des Virus in Deutschland fortsetzen? An dieser Stelle wage ich eine Prognose, die 6 Tage in die Zukunft reicht, da dies ungefähr der durchschnittlichen Inkubationszeit entspricht. Sollten sich also beispielsweise durch Lockerung bestehender Gesetze neue Rahmenbedingungen für die Verbreitung des Virus ergeben, hätte dies keinen Einfluss auf meine Prognose. Um einen möglichst guten Schätzwert für die Zahl der jemals Infizierten Personen in Deutschland abgeben zu können, modelliere ich die Situation mit einem logistischen Wachstum. Das bedeutet, dass sich das Virus zunächst exponentiell verbreitet und jeden Tag eine größere Anzahl Menschen infiziert. Danach geht die Ausbreitung der Krankheit in lineares Wachstum über, was bedeutet, dass sich an jedem Tag ungefähr gleich viele Menschen neu infizieren. Schließlich geraten wir in eine Phase des degressiven Wachstums, in dem sich täglich immer weniger Menschen erkranken und sich die Gesamtzahl der jemals infizierten Menschen einer oberen Grenze annähert.

In der obenstehenden Grafik siehst Du die vom RKI gemeldete Anzahl der jemals infizierten Personen in Deutschland (Punkte) sowie den Verlauf der logistischen Wachstumsfunktion (grüne Kurve). Damit ich das Ganze mathematisch beschreiben konnte, steht auf der waagerechten Achse nicht das Datum, sondern die Anzahl der Tage nach Neujahr. Die Kurve habe ich mit dem Programm Geogebra erstellt, dass Du Dir an dieser Stelle kostenlos downloaden kannst (ich nutze Geogebra Classic 6). Dieses Programm bietet den Vorteil, dass ich mir aus den gegebenen Punkten schnell eine Trendlinie, die das logistische Wachstumsmodell repräsentiert, berechnen lassen kann. Für heute (Tag 106) gibt das RKI 127.584 jemals infizierte Personen an.

Wie sieht es nun mit einer Prognose für die nächsten sechs Tage aus? Gemäß der grünen Kurve würden wir für Tag 112 insgesamt 133.626 Infizierte erwarten. Bei Betrachtung der Daten um Tag 71 und ab Tag 101 erkennen wir jedoch, dass das Modell etwas träge auf die Veränderung der Wachstumsgeschwindigkeit reagiert. Dies führt in der Phase steigender Wachstumsgeschwindigkeit zu einer Überschätzung und in der Phase sinkender Wachstumsgeschwindigkeit zu einer Unterschätzung der betroffenen Personen. Am Tag 71 war die Abweichung zwischen den RKI-Daten und meinem Modell mit 1691 Personen am größten. Ich halte es daher für möglich, dass mein Modell die Zahl der Infizierten nun im gleichen Maß unterschätzt. Somit komme ich für den 21.04.2020 (Tag 112) auf eine Prognose von 133.626 bis 135.317 Infizierten in Deutschland.