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Mein Haushaltsbuch

Im heutigen Artikel möchte ich mich einmal dafür aussprechen, die eigenen Finanzen genau im Blick zu behalten und regelmäßig zu überprüfen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir kontinuierlich unser Vermögen vergrößern anstatt es aufzubrauchen. Meiner Meinung nach ist dafür das regelmäßige Führen eines Haushaltsbuches, also das genaue Dokumentieren alle Einnahmen und Ausgaben unerlässlich. Zur Erleichterung habe ich ein Excel-Tool erstellt, das Ihr am Ende dieses Artikels herunterladen könnt.

Wie funktioniert das Haushaltsbuch?

Da ein Haushaltsbuch vielleicht etwas altmodisch erscheint, ist mir auch klar, dass ich mir mit diesem Artikel nicht viele Freunde mache. Wir sollten aber bedenken, dass jedes Unternehmen ein aufwändiges Rechnungswesen betreibt. Dies geschieht natürlich zum Teil auch, um gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, aber eben auch, unternehmensinterne Planungen zu ermöglichen. Ich erkenne keinen Grund, warum es für Unternehmen eine Buchführung sinnvoll sein sollte und für Privatpersonen nicht. Ich selbst habe bisher in drei Kalenderjahren in Abstand von je zwei Jahren ein Haushaltsbuch geführt und bin zu verblüffenden Erkenntnissen gelangt. Außerdem habe ich mir meine persönliche Sparquote berechnet. Da ich aber in diesem Artikel nicht meine persönlichen Einnahmen und Ausgaben preisgeben möchte, werde ich im Folgenden nur mit einigen Beispieldaten arbeiten. Diese sind für den Monat April in dem nachfolgenden Screenshot dargestellt.

Abbildung 1: Angenommene Einnahmen (schwarz) und Ausgaben (rot) für den April 2020.

In den weißen Zellen können alle Ein- und Ausgaben des Monats protokolliert werden. Damit regelmäßige Zahlungen nicht jeden Monat neu eingegeben werden müssen, sind sie im oberen Teil der Liste gebündelt aufgeführt und können so schnell in die Tabellen der übrigen Monate kopiert werden. Hier fällt sofort auf, dass ich mit Abschreibungen arbeite. Ich mache das, um zu verhindern, dass mir eine hohe Ausgabe, von der ich mehrere Monate oder Jahre einen Nutzen habe (Jahresurlaub, Auto,…), die Monatsstatistik verzerrt. Als Anhaltspunkt empfehle ich Euch, alle einmaligen Kosten oberhalb von 500 € über eine Abschreibung zu berücksichtigen.

In Abbildung 1 fällt außerdem auf, dass alle Ausgaben in Kategorien eingeteilt sind. Dies bietet den Vorteil, dass wir schnell erkennen können, wofür wir besonders viel Geld ausgeben. Dazu werden die Ausgaben in meiner Excel-Datei in einem Kreisdiagramm angezeigt, wie in Abbildung 2 dargestellt. So können Einsparpotentiale schneller identifiziert werden. Außerdem sehen wir im rechten Teil der Tabelle, dass wir einen Monatsgewinn von knapp 400 € erwirtschaftet haben.

Abbildung 2: Verhältnis aller Ausgaben aus Abbildung 1

Der Jahresabschluss und die Sparquote von Privatpersonen

Meine Excel-Tabelle bietet außerdem einen Reiter, in dem die Einnahmen und Ausgaben des gesamten Kalenderjahres zusammengefasst sind. Hier erhalten wir ein Diagramm ähnlich wie in Abbildung 2. Außerdem werden die Gewinne / -verluste der 12 Monate in einem Säulendiagramm dargestellt. Die wichtigste Funktion ist jedoch die Berechnung der Sparquote. Diese gibt an um wie viel Prozent meine Jahreseinnahmen die Ausgaben übersteigen.

Wie hoch sollte die Sparquote idealerweise sein? Das ist meiner Meinung nach eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Prinzipiell bin ich aber der Meinung, dass vor allem in jungen Jahren (also in den ersten Berufsjahren) eine besonders hohe Sparquote wichtig ist. Zwar ist es aufgrund des geringeren Gehalts in diesem Lebensabschnitt besonders schwer größere Beträge zur Seite zu legen, jedoch zahlt es sich auch am meisten aus, da der Zinseszinseffekt über einen längeren Zeitraum wirken kann. Schauen wir uns dazu noch einmal die beispielhaften Zahlungen aus Abbildung 1 am 18. April an. Hier hat eine Aktiengesellschaft unserer fiktiven Person 25 € Dividende gezahlt. Dazu wäre schon ein an der Börse angelegtes Vermögen in Höhe von 1.000 € notwendig, wenn wir von einer Dividendenrendite in Höhe von 2,5 % p.a. ausgehen. Aber das Sparen hat sich gelohnt, denn unsere Person hat die Dividende in einen Volkshochschulkurs „reinvestiert“, der ihre Karrierechancen erheblich verbessert.

Einige Personen treiben die Sparsamkeit auf die Spitze und erreichen Sparquoten von über 70 %. Diese sogenannten Frugalisten haben in der Regel das Ziel möglichst schnell ein großes Vermögen aufzubauen und so in vergleichsweise Jungen Jahren in Rente gehen zu können. Der Frugalist Oliver Noelting führt dazu diesen interessanten Blog und zeigt, wie man mit erstaunlich wenig Ausgaben ein faszinierendes Leben führen kann. Letztlich geht es also um einen möglichst zügigen Vermögensaufbau. Dazu werde ich demnächst einen Artikel zum Thema „finanzielle Freiheit“ veröffentlichen.

Strom sparen im Haushalt

Für diesen Artikel habe ich mir ein paar Möglichkeiten überlegt, wie ich auf möglichst einfache Weise im Haushalt Strom sparen kann. Ich mache das nicht aus grünem Idealismus, sondern vielmehr, um meinen Geldbeutel zu schonen. Darum suche ich mir auch nur solche Beispiele, mit denen ich meinen Alltagskomfort möglichst wenig einschränke. Dazu ist es hilfreich, sich solche Geräte anzuschauen, die dem ganzen Tag über in Betrieb sind. Ich habe auch eine Excel-Tabelle erstellt, in der die jährlich eingesparte Energie sowie die entsprechenden Kosten berechnet werden können. In der ersten Spalte siehst Du die Maßnahmen die ich getroffen habe. Meinen Fernseher inkl. Receiver, DVD-Player und HiFi-Anlage habe ich mit einer Zeitschaltuhr gesteuert, sodass sie nicht im Standby laufen während ich schlafe oder bei der Arbeit bin. Damit spare ich an 20 h pro Tag rund 9 W. Außerdem habe ich bei meinem Router das WLAN für die Nacht deaktiviert und spare rund 2 W für 10 h (leider kann der Router nicht zwischen Wochenend- und Werktagen unterscheiden). Mein Drucker bietet eine ähnliche Möglichkeit, mit dem ich für 14 h am Tag 2 W für den Standby-Betrieb sparen kann. Als vierte Maßnahme habe ich die Temperatur meines Kühlschranks von der niedrigsten auf die höchste Einstellung erhöht, was mir noch mal 5 W sparen sollte. Dieser Effekt wirkt an 24 h pro Tag, was die Maßnahme besonders wirkungsvoll macht.

Die genannten Angaben habe ich in die ersten drei Spalten meiner Excel-Tabelle eingetragen. Damit berechne ich für jede Maßnahme die gesparte Energie in kWh (vierte Spalte). Mit der Angabe des Arbeitspreises im rechten Teil des Arbeitsblatts ist nun auch die Berechnung der gesparten Kosten pro Jahr möglich (fünfte Spalte). In der sechsten Spalte schließlich kann ich nötige Investitionen für die jeweilige Maßnahme eintragen. Für die erste Maßnahme musste ich 2 € für eine Zeitschaltuhr bezahlen. In der letzten Spalte werden nun die jährlichen Ersparnisse für die Maßnahmen berechnet und im rechten Teil des Tabellenblatts wird die Summe gebildet. So konnte ich ohne Komforteinschränkungen 32,93 € sparen. Einfacher geht’s wirklich nicht 🙂